Freitag, 2. September 2022

Feuchtigkeitsspendende Lotion mit Rotklee und Ringelblumen für die Pflege der Sommerhaut

Ich genieße den Sommer, der uns lange, warme Tage schenkt. Doch ich habe sehr helles Haar und eine blasse Haut, die ich von Kindesbeinen an vor der Sonne schützen muss. Daher halte ich mich vor allem im Schatten auf, schütze meine Haut mit leichter Kleidung und pflege sie mit einer feuchtigkeitsspendenden Körperlotion. 

Bevor die Wiesen abgemäht werden, sammle ich noch reichlich Rotklee-Blüten. Damit färbe ich Wolle, bereite einen Ölauszug zu und stelle ein Hydrolat her. Darin ist das ätherische Öl des Rotklees enthalten, das hautberuhigend und juckreizlindernd wirkt. Rotklee ist auch reich an Gerbstoffen, die eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben. Zudem wird die Regeneration der Hautzellen angeregt. Ergänzend und feuchtigkeitsbewahrend wirken Ringelblume und Honig. Ein paar Tropfen Lavendelöl runden die Wirkung und den Duft der Feuchtigkeitslotion ab. 



Feuchtigkeitslotion mit Rotklee und Ringelblumen 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt: 

Fettphase 

Wasserphase 

  • 50 g Hydrolat aus Rotkleeblüten 
  • 1 Teelöffel Honig 

 Wirkstoffphase

Zubereitung 

Das Ringelblumenöl kann entweder selbst nach diesem Rezept hergestellt oder hier fertig gekauft werden. 
Alternativ zum Rotklee-Hydrolat kann auch ein wässeriger Auszug aus Rotkleeblüten und destilliertem Wasser hergestellt werden. 
Alle Arbeitsgeräte gut reinigen, damit die Haltbarkeit des fertigen Produktes nicht beeinträchtigt wird.
Xyliance im Ringelblumenöl sanft schmelzen. 
Vom Herd nehmen, die Kakaobutter dazugeben und rühren bis diese geschmolzen ist. 
Den Honig im erwärmten Hydrolat auflösen. 
Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. 
Rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist. 
Ätherisches Lavendelöl eintropfen und unterrühren.

Donnerstag, 1. September 2022

Schuhkissen mit Rainfarn und Lavendel



Der botanische Namen des Rainfarns ist Tanacetum, das vom griechischen Wort „ Athanoton“ abgeleitet ist und unsterblich bedeutet, was vermutlich auf die lange Blühdauer des Rainfarns zurückzuführen ist. Da Rainfarn selbst Monate nach der Ernte noch seine dottergelbe Farbe behält, binde ich ihn gerne in Trockensträuße und Kränze ein. Wegen der insektenabweisenden Wirkung wurde Rainfarn früher auf Fußböden ausgestreut. In alten Kräuterbüchern wird ein Trunk aus Rainfarn gegen Wurmkrankheiten, Hildegard von Bingen empfahl ihn gegen Verdauungsbeschwerden. Gegen Flöhe und Läuse wurden Waschungen mit Rainfarn vorgenommen. Ich sammle den Rainfarn vor allem, um damit Wolle zu färben. Die farbbeständigen Blüten behalten über Monate ihre dottergelbe Farbe, daher binde ich sie gerne in Trockensträuße und Kränze ein. Diese duften dann noch lange. Die ätherischen Öle des Rainfarn sind sehr hautreizend, darum verwende ich die Pflanze nicht für die Körperpflege. Eingebunden in Kräutersäckchen vertreibt der Rainfarn zusammen mit anderen Kräutern schlechte Gerüche aus den Schuhen. Die Idee für selbst gemachte Schuhkissen hatte ich schon mal vorgestellt. Zwischenzeitlich habe ich die Schuhkissen so vereinfacht, dass keine Näharbeiten notwendig sind. Oft bleiben einzelne Socken übrig, diese werfe ich nicht weg, sondern verwende sie als Schuhkissen. Hierfür befülle ich die Socke mit Spelzen und Kräutern. Die Kräutersocke wird dann oben zugebunden und in die Schuhe gesteckt. Vor allem Winterschuhe, die jetzt nicht gebraucht werden, können mit Schuhkissen versehen gelagert werden. 



Manchmal stricke ich aus Wollresten Strümpfe, die im Sommer als Schuhsocke dienen bis sie im Winter die Füße wärmen. Beim Lavendel steht der Sommerschnitt an. An den Rispen sind noch einige der duftenden Blüten, die ich sorgsam abstreife und sammle. Die üppig wuchernde Minze, Salbei und eine Handvoll Dinkelspelz ergänzen die Füllung. Zusammen mit den Rainfarnblüten sorgen Lavendel, Minze und Salbei nicht nur für frischen Duft in den Schuhen, sondern auch antibakteriell und fungizid wirken. Ein passendes Säckchen schützt die Schuhe auch beim Transport und auf Reisen. So gut gepflegt und aufbewahrt können Schuhe optimal lange getragen werden. 

Ich habe immer ein Paar Lieblingsschuhe, die nach einem Jahr Dauergebrauch gut eingetragen sind. Nach einigen Jahren sind sie dann wirklich abgetragen. Es fällt mir dann immer sehr schwer meine „Abenteuer-Schuhe“ wegzuwerfen, denn an ihnen hängen so viele Erinnerungen. Waldwege, Straßen und Strände, die ich mit ihnen betreten hatte– überall hin haben sie mich begleitet. Meine roten Lieblingsschuhe habe ich seit gut 20 Jahren, sie sind unersetzlich, damit ich immer wieder nach Hause komme. Ich muss nur die Hacken zusammenschlagen und sagen: „There is no place like home.“