Montag, 9. Mai 2022

Veilchen – Balsam für die Haut und die Nerven

Schon Hildegard von Bingen erkannte, dass das Veilchen hilfreich bei vielerlei Hautkrankheiten hilfreich ist. So mildern die Wirkstoffe der zarten Frühlingsblume zum Beispiel Ekzeme, Schuppenflechten, Milchschorf, Windeldermatitis und Herpes. Das ist wirklich ein beachtliches Spektrum, welches die Heilpflanze zu bieten hat. 



Veilchenbalsam 

Im Originalrezept von Hildegard von Bingen wird Ziegenfett verwendet, dieses habe ich durch Mandelöl ersetzt. Das Bienenwachs kann für die vegane Variante durch Kakaobutter ersetzt werden. 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt: 

So wird der Balsam zubereitet:

Wie auch im Originalrezept wird alles Oberirdische des Veilchens verwendet. 

1 verschließbares Glas Veilchen an einem sonnigen Frühlingstag ernten.

Die Veilchen sanft reinigen und gut trocknen lassen.

Alle Arbeitsgeräte gut reinigen, damit die Haltbarkeit des fertigen Produktes nicht beeinträchtigt wird

Die Veilchenblüten- und blätter klein schneiden und fein mörsern. 

Nach dem Zerkleinern müsste das Sammelglas noch halbvoll mit Pflanzenmaterial sein.

Mandelöl auf ungefähr 35 Grad erwärmen. 

Das Pflanzenmaterial in ein Schraubglas geben, mit dem Mandelöl aufgießen und für 24 Stunden in den Babykostwärmer oder den Joghurtbereiter stellen. 

Dann wird der Ölauszug durch einen Teefilter oder ein Leinentuch abgesiebt. 

Bienenwachs bzw. Kakaobutter sanft im Veilchen-Ölauszug schmelzen. 

Ätherisches Rosenöl eintropfen. In saubere Schraubgläschen füllen und beschriften. 

 


Veilchenkissen für einen ruhigen Schlaf

In einem alten Kräuterbuch habe ich den Hinweis gefunden, dass die Veilchenblüten ein leichtes Sedativum enthalten, das gegen Schlafstörungen, Ängste, Kopfschmerzen und Unwohlsein hilft. Daher trockne ich noch einige der duftenden Blüten, um sie dem Dinkelspelz für die Kissenfüllungen beizumischen.