Sonntag, 6. Februar 2022

Wacholderbeeren für die Kräuterküche, Naturkosmetik und Haushaltsreinigung



Die Natur ruht noch – nun habe ich Zeit die eingelagerten Kräuter und Früchte zu verarbeiten. Bereits im späten Herbst hatte ich reichlich Wacholderbeeren gesammelt. Den größten Teil der blauschwarzen Beeren habe ich zum Trocknen aufgehängt. Dafür lege ich die Beeren in einen luftdurchlässigen Leinenbeutel und hänge diesen in einem trockenen Raum auf. Hin und wieder sehe ich nach den Beeren, damit sich kein Schimmel bildet. Nach drei bis vier Wochen lese ich die braunen aus und verwahre die makellosen Beeren in einem Glas. 



Die aromatischen Beeren verfeinern vor allem Fleischgerichte, aber auch Butter oder diesen herzhaft-scharfen Senf: 

Hausgemachter Wacholder-Honig-Senf 

Für dieses Rezepte werden folgende Zutaten benötigt: 

  • 80 g gelbe Senfkörner
  • 20 g schwarze Senfkörner 
  • 10 Wacholderbeeren 
  • 20 g Honig 
  • 80 g Wasser 
  • 60 g Weißweinessig 
  • 1/2 Teelöffel Salz 

Zubereitung 

Senfkörner zusammen mit den Wacholderbeeren sehr fein mahlen. Ich verwende dafür eine alte elektrische Kaffeemühle. 
Wasser und Essig erwärmen. 
Das feine Senfmehl mit dem warmen Essig und Wasser in ein Rührgefäß geben. Für etwa 5 Minuten mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine kräftig rühren, bis die Senfmasse die richtige Konsistenz hat. Der anfangs noch flüssige Brei quillt während des Rührens auf. 
Honig und Salz in die Senfmasse rühren. 
Nun wird der Senf in gut ausgespülte Gläser gefüllt und verschlossen. So sollte er mindestens 2 Wochen reifen, um sein volles Aroma zu entwickeln. Zudem wird er bei fortgeschrittener Lagerung milder. 

In einigen alten Kräuterbüchern habe ich gelesen, dass die reifen Beeren erst nach dem Frost ihr volles Aroma entwickelt. Ich weiß jedoch nicht, ob dies so richtig ist. Doch einige frische Beeren ernte ich auch jetzt noch. Aus einigen destilliere ich ein Hydrolat, das dann zu Cremes und Salben weiterverarbeitet wird. 

Andere wiederum ziehe ich in Essig aus, um einen Hygienereiniger herzustellen. Auch als Zutat meinen Naturseifen tragen die ätherischen Öle des Wacholders und die fein gemahlenen Beeren zur Hautgesundheit bei. 



Da ich im Winter mehr Zeit mit Handarbeiten verbringe, habe ich passend zum Wacholder-Hygiene-Reiniger einige Putztücher gestrickt und Schwämme gehäkelt. Gestrickte Waschlappen, gehäkelte Kosmetikpads und Seifensäckchen sehen toll aus und tragen zu tragen zur Müllvermeidung bei.