Montag, 12. April 2021

Haferflocken-Suppe mit Gründonnerstagskräutern

Die Tradition am Gründonnerstag ein Gericht mit 9 Kräutern zu servieren, wird auch in diesem Jahr fortgesetzt, denn es gibt eine Vielzahl schmackhafter Gerichte, die mit den ersten Kräutern verfeinert werden können. 

Leider ist der Winter abermals zurückgekehrt und die Natur hat eine Wachstumspause eingelegt.


In einem schottischen Kochbuch habe ich ein interessantes Rezept für Haferflockensuppe gefunden, die geradezu nach frischen Kräutern verlangt. Beim Lesen des antiken Buches ist mir aufgefallen, dass es zahlreiche schottische Rezepte mit Haferflocken gibt. Verfeinert werden die Gerichte mit Sahne oder Whisky – besser noch mit beidem. Die Suppe ist sehr schnell zubereitet und sehr sättigend. 


In dieser Suppe dürfen Bärlauch, Gundermann und Knoblauchsrauke nicht fehlen. Vogelmiere, Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Spitzwegerich, Wiesenlabkraut, Taubnessel, Wiesenknopf, Sauerampfer, Brunnenkresse, Petersilie, Schnittlauch und Liebstöckel finden sich in immer wieder neuer Zusammensetzung im Topf zusammen. Die ersten essbaren Blüten von Gänseblümchen, Veilchen, Löwenzahn oder Schlüsselblumen machen die leckere Suppe auch zu einem Augenschmaus.

 

Haferflocken-Suppe mit Gründonnerstagskräuter 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt 

  • 100 g Haferflocken 
  • 1 fein gehackte Zwiebel 
  • 20 g Butter zum Andünsten 
  • ½ Liter Gemüsebrühe 
  • 200 g Sahne 
  • 1 Prise Salz 
  • 1 Prise Pfeffer 
  • 1 Handvoll junger Blätter von 9 Kräutern 

Zubereitung 

Zwiebeln fein schneiden und mit den Haferflocken in der Butter glasig dünsten. 
Mit der Brühe auffüllen und für 15 Minuten kochen lassen. 
Sahne und die fein geschnittenen Wildkräuter zugeben. 
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 11. April 2021

Frühlingswürziger Bärlauchsenf selbst gemacht

Nachdem es Anfang April nochmals geschneit hatte, zieht nun der lang herbeigesehnte Frühling ein. Jetzt erwacht die Natur zum Leben. Der Waldboden wird von den Frühblühern besiedelt, die leuchtende Farben auf das welke Laub zaubern. 

 


Bei unserer Wanderung zum Egelsee bei Nietheim raschelte es überall, denn die Kröten hüpften zielstrebig auf den kleinen Waldsee zu. Das Schauspiel ist immer wieder sehenswert. Zumal wir dieses Mal ein Pärchen entdecken konnte, das eigentlich nicht zusammengehört. Eine Krötendame trug einen Frosch auf ihrem Rücken. 

 


Auch der Bärlauch hat sich seinen Platz in unserem Garten wieder erobert. Die noch zarten Blätter sind jetzt perfekt für die Ernte.

Die Zubereitung von Bärlauchsenf ist neben der Herstellung einer Bärlauch-Paste eine weitere Möglichkeit, das wunderbare Frühlingsaroma zu bewahren. Kühl und geschlossen gelagert ist der Senf viele Monate haltbar. Wir lieben selbst gemachten Senf nicht nur als Gewürz, sondern auch als Grundlage für Salatdressings oder zum Würzen von Eintöpfen. 
Die im Rezept verwendeten ganzen Senfkörner sind nicht entölt und enthalten daher viel mehr Aroma als entöltes Senfmehl. 
Das Grundrezept habe ich im Hobbythek-Buch Nr. 7 aus dem Jahr 1998 gefunden.
 
 

Bärlauch-Senf 

Für dieses Rezept werden folgende Zutaten benötigt

  • 40 g gelbe Senfkörner 
  • 10 g schwarze Senfkörner 
  • 3 schwarze Pfefferkörner 
  • 5 g Salz 
  • 10 g Honig 
  • 30 g 5 %iger Apfelessig oder Weißweinessig 
  • 40 g Wasser 
  • ungefähr 10 bis 12 Bärlauch-Blätter 

Zubereitung 

Senfkörner zusammen mit den Pfefferkörnern sehr fein mahlen. Ich verwende dafür eine alte elektrische Kaffeemühle. Falls der Senf noch etwas milder sein darf, dann kann ein Teil der schwarzen Senfkörner gegen gelbe Senfkörner ausgetauscht werden. 
Das feine Senfmehl und das Salz in ein Rührgefäß geben. Essig und Wasser leicht erwärmen, den Honig darin auflösen und zum Senfmehl geben. 
Für etwa 5 Minuten mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine kräftig rühren, bis die Senfmasse die richtige Konsistenz hat. Der anfangs noch flüssige Brei quillt während des Rührens auf. Die Bärlauch-Blätter sehr fein schneiden oder pürieren und unter die Senfmasse rühren. 
Nun wird der Senf in gut ausgespülte Gläser gefüllt und verschlossen. So sollte er ein paar Tage reifen, um sein volles Aroma zu entwickeln. Zudem wird er bei fortgeschrittener Lagerung milder.