Sonntag, 21. März 2021

Gesichts-Mousse für pflegebedürftige und empfindliche Haut


 

Den Frühlingsanfang begingen wir mit einer Wanderung durch das reizvolle Lonetal. Unser Ziel war das „Fohlenhaus“ und schon vom Weitem konnte man die beiden Höhlen im hoch aufragenden Felsen ausmachen. Mit ein bisschen Vorstellungskraft ist in der Felsformation ein Fohlen zu erkennen. In den gut begehbaren Höhlen wurden Hinweise auf eine steinzeitliche Besiedlung gefunden. 
Der umliegende Bannwald war übersät von Märzenbechern, die gerade in voller Blüte standen. 


Die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren tat unheimlich gut. Um meine eher trockene Gesichtshaut gut zu schützen, pflege ich sie mit einem Gesichtsmousse. Dies ist sehr einfach herzustellen, besonders gut verträglich und überaus hautpflegend. Ein Rezept für Gesichtsmousse für tendenziell fettige Haut findet ihr hier
Ich bevorzuge für die Gesichtspflege die Sheabutter nilotica, denn sie zieht sehr gut ein und hinterlässt ein zartes Hautgefühl. Zudem mag ich den milden Eigengeruch, besonders in Kombination mit dem ätherischen Neroliöl. 




Rezept Sheabutter-Gesichtsmousse 

Zutaten 

Zubereitung 

Das Mandelöl sanft erwärmen und die Sheabutter darin schmelzen. 
Die Fettmischung für eine halbe Stunde abkühlen lassen. Dann mit einem Handmixer, der Küchenmaschine oder dem Pürierstab aufschlagen, bis die Masse ihr Volumen verdoppelt hat. 
2 bis 3 Tropfen ätherisches Neroliöl einarbeiten. 
Da das Mousse keine Wasserphase enthält, ist es zwischen 4 und 6 Monate haltbar. 

Anwendung 

Die Pflegekraft des Mousses entfaltet sich besonders auf feuchter Haut. Daher tränke ich ein Wattepad mit Neroliwasser, um damit über die zuvor gereinigte Gesichtshaut zu streichen. Dann wird das Gesichts-Mousse in die noch feuchte Haut einmassiert. 
Ein Wattepad mit dem Gesichtswasser befeuchten und damit über die zuvor gereinigte Gesichtshaut streichen.

Montag, 1. März 2021

Erholsames und hautpflegendes Mistelbad

Etwas östlich von uns, am Rande der Schwäbischen Alb liegt die Gemeinde Dischingen. Oberhalb der Ortschaft befindet sich das Schloss Taxis und der angrenzende „Englische Wald“. Dieser im 18. Jahrhundert angelegte Landschaftsgarten birgt eine Vielzahl verwunschener Wege und verfallener Gebäude. Besonders schön sind die alten Kastanienalleen. Die knorrigen Bäume sind jetzt zwar kahl, doch dafür sind die zahlreichen Misteln gut zu sehen. Die letzten Winterstürme haben einige sehr dicke Äste mit großen Mistelbüschen daran abgebrochen. 


 

Einen davon habe ich mit nach Hause genommen, um mit den Misteln einige Stränge Wolle zu färben
 
Die Mistel ist eher als zauberkräftig Heilpflanze bekannt. Hildegard von Bingen empfiehlt Waschungen gegen allerlei Geschwüre und Ekzeme. Einige Kräuterbücher versprechen Linderung bei Venenleiden, rhematischen Beschwerden und Gelenkschmerzen. Für mich ist vor allem die Anwendung im Bereich der Körperpflege interessant, daher habe ich mir die Inhaltsstoffe genauer angeschaut. Die in den Blättern und Stielen der Mistel enthaltenen Bitterstoffe und Säuren wirken entzündungshemmend und adstringierend. Da sie wasserlöslich sind, wird ein Kaltauszug empfohlen. Dieser ist einfach herzustellen und ist die Grundlage für ein erholsames Schaumbad. 
Ich hatte auch erwogen ein Hydrolat aus den Misteln herzustellen, doch ich konnte nur Quellen finden, die den Kaltauszug empfehlen, Nur dieser gewährleistet, dass sich die schwach giftigen Substanzen der Mistel nicht lösen und im fertigen Produkt wiederfinden. Beim Erhitzen soll sogar die Heilwirkung gemindert werden. 
Ebenso erschien mir ein Ölauszug aus Misteln wenig sinnvoll, da ich keine fettlöslichen Inhaltsstoffe finden konnte.
 

Rezept Mistel-Kaltauszug 

Zutaten 

  • 2 Esslöffel geschnittenes Mistelkraut 
  • 200 g Wasser 

Zubereitung 

Getrocknete oder frische Mistelblätter und Stiele grob zerkleinern. 
Etwa 2 Esslöffel mit kaltem Wasser übergießen, so dass alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. 
Die Mischung für einige Stunden ziehen lassen. 
Durch ein Sieb abfiltern. 
 

 

Rezept Mistel-Rosmarin-Schaumbad 

Dieser Badezusatz besteht aus wenigen Zutaten und wird frisch vor dem Baden hergestellt. Die Zubereitung ist unkompliziert und kann während das Badewasser eingelassen wird gemacht werden. Die Heilwirkung der Misteln wird durch die Zugabe von ätherischem Rosmarinöl ergänzt. Der erfrischende Duft wird mit ätherischem Mandarinenöl abgerundet. Es ist wichtig, dass ätherische Öle nicht direkt ins Badewasser gelangen, denn sie sind hautreizend und nicht wasserlöslich. Daher müssen sie vor dem Gebrauch in fettem Öl, Honig oder Milch emulgiert werden. 

Zutaten für ein Vollbad

Zubereitung 

Die Milch leicht erwärmen, den Honig darin auflösen und das Olivenöl einrühren. Den Mistel-Kaltauszug mit dem Betain sowie der Honigmilch mischen und das ätherischen Öle gut einrühren. 

Anwendung 

Den Badezusatz erst kurz vor dem Einsteigen in die Wanne dem Wasser zufügen. Die Wassertemperatur sollte ungefähr 38 Grad betragen. Nach einer Badedauer von maximal 15 Minuten langsam aus der Wanne steigen.