Samstag, 19. Dezember 2020

Wacholder und Wildrose für saubere und gepflegte Hände


 

Der erste Schnee ist gefallen und der Winter steht vor der Tür. Damit ist die Zeit des Sammelns von Kräutern eigentlich vorbei. Doch gilt nach wie vor: „Wenn der Schwabe in den Wald geht und nichts mit nach Hause bringt, dann hat er was verloren.“ Daher ist mein Ziel das nahe gelegene Naturschutzgebiet Dellenhäule, denn der Weg dorthin ist von zahlreichen Wacholderbüschen gesäumt. Die dunkelblauen Beeren lassen sich zwar recht mühsam von den stachelbewehrten Ästen ernten, doch die Mühe lohnt sich allemal. 

Äußerlich angewendet wirken die ätherischen Öle der Wacholderbeeren durchblutungsfördernd, belebend und lindern Muskel-und Gelenkschmerzen. Zuhause zerkleinere ich die Beeren etwas mit dem Mörser und dann destilliere ich ein Hydrolat aus ihnen, das die Grundlage für die nachfolgenden Rezepte ist. 

Gerade in diesem besonderen Winter werden die Hände durch das häufige Waschen stark ausgelaugt. Die Zusammensetzung handelsüblicher Flüssigseife entspricht der eines Haushaltsreinigers und erfüllt so ihren reinigenden Zweck. Doch sie trocknet dabei die Hände sehr aus, ist enorm parfümiert und meist in einer Plastikverpackung erhältlich, die weder nachhaltig noch ansprechend ist. 

Daher habe ich eine spezielle Reinigungsmilch für die Hände entwickelt, die schonend reinigt und pflegt. 

 

Rezept Handreinigungsmilch mit Wacholder und Wildrose 

Die antibakteriellen Eigenschaften des Wacholders unterstützten die Reinigungskraft, die tonisierende Wirkung gleicht den PH-Wert der Haut nach der Reinigung aus. Wildrosenöl ist durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr reichhaltig und hervorragend für trockene Haut geeignet. Das wertvolle Öl entfernt lose Hautschuppen und glättet die Haut. Das ätherische Mandarinenöl hebt den Duft und trägt zur Beruhigung der Haut bei. 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

  • 100 g Wacholderbeeren-Hydrolat oder Wachoderbeeren-Tee 
  • 1 Teelöffel Honig 

Zutaten Feuchtigkeitsspender und Tenside 

Zutaten Wirkstoffe 

Zubereitung 

Da ich keine Bezugsquelle für Wacholderbeeren-Hydrolat gefunden habe, ist auch das Zubereiten eins starken Tees aus den Beeren möglich. Wildrosenöl und Emulsan in das Becherglas geben und unter ständigem Rühren auf der Herdplatte klar aufschmelzen. 

Vom Herd nehmen und Sheabutter in die Fettphase rühren. 

Wacholderbeeren-Hydrolat bzw. Tee auf circa 50 Grad erwärmen und Honig darin auflösen. 

Coco glucosid und Glycerin in einem dritten Glas mischen und sanft auf ungefähr 40 Grad erwärmen. Wasserphase in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Fettphase einfließen lassen. 

Nun das Betain-Glycerin-Gemisch in einem dünnen Strahl einfließen lassen. 

Die ätherischen Öle einarbeiten und rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist. 

 

 

Die Winterkälte, das trockene Raumklima und häufiges Händewaschen sowie der Umgang mit Putzmitteln hinterlassen an den Händen rissige und trockene Haut. Die Handinnenflächen sind frei von Talgdrüsen. Daher müssen sie besonders gepflegt werden, um die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten, die uns vor schädlichen Einflüssen schützt. Diese Handcreme aus wertvollen Pflanzenölen, angereichert mit den natürlichen Wirkstoffen des Wacholders versorgen sowohl die Haut, als auch das Nagelbett mit der nötigen Feuchtigkeit und Pflege. 

Rezept Wacholder-Wildrosen-Handcreme 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase

  • 20 g Wacholderbeeren-Hydrolat oder Wasser 
  • 2 g Honig 

Zutaten Wirkstoffe 

Zubereitung 

Wildrosenöl und Emulsan sanft schmelzen, vom Herd nehmen und Sheabutter unterrühren. 

Das Hydrolat oder Wasser auf ungefähr 40 Grad erwärmen und den Honig darin auflösen. 

Die Wasserphase in einem dünnen Strahl in die Fettphase einrühren. 

Sobald die Masse stabil ist, die ätherischen Öle unterrühren.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Wunderbar duftende Kerzen aus natürlichen Zutaten

Die Sonne steht schon am Nachmittag sehr tief und sobald sie untergeht bildet sich in den langen Nächten der erste Frost. Zwar ist eine Wanderung im Spätherbst sehr reizvoll, doch danach freuen wir uns auf das warme Zuhause. 

 

Wir lieben es im Wohnzimmer zu sitzen und bei einer Tasse Kaffee dem Sonnenuntergang zuzusehen, während der Raum nur spärlich von Kerzen erleuchtet wird. Kein künstliches Licht strahlt eine behaglichere Atmosphäre aus. Doch konventionelle Kerzen und Teelichter sind aus Paraffin, einem billigen Erdölprodukt. Schon aus diesem Grund fertige ich die Kerzen selbst aus Bienenwachs, Fichtenharz und Pflanzenöl. Paraffinkerzen sind zwar preiswerter, doch der Duft von echten Bienenwachskerzen ist unvergleichlich. Zudem verbrennen sie bei längerer Brenndauer nahezu rußfrei ohne die Raumluft zu belasten. Kombiniert mit natürlichen Kräuterdüften spenden sie entspannende Gemütlichkeit. 

Zutaten 

1 kleines Glas mit Schraubverschluss 

1 Baumwolldocht 

2 Zahnstocher

20 g Bienenwachs 

10 g Sonnenblumenöl 

2 bis 3 g Fichtenharz

5 Tropfen ätherisches Salbeiöl 

5 Tropfen ätherisches Orangenöl 

Herstellung 

Fichtenharz zerkleinern.

Bienenwachs, Fichtenharz und Sonnenblumenöl in das Schraubglas füllen. 

Im Wasserbad sanft erhitzen und klar aufschmelzen. 

Danach die ätherischen Öle eintropfen und untermengen. 

Den zugeschnittenen Baumwolldocht kurz in die flüssige Fettmasse tauchen und glattstreichen, damit er steif wird.

Den Docht in das Schraubglas mit dem geschmolzenen Wachs stellen und mit Zahnstocher fixieren.

Sobald das Wachs ausgehärtet ist, kann die überflüssige Länge des Dochtes abgeschnitten werden. 


 

Anwendung 

Die Kerze wie gewohnt anzünden. Für die Aufbewahrung sollte das Schraubglas verschlossen werden, damit die ätherischen Öle nicht entweichen können.