Donnerstag, 18. Juli 2019

Frische Minze und feuchtigkeitsspendende Aloe Vera


Nun wird es wieder Zeit die Minze in ihre Schranken zu verweisen, denn sonst erobert sie das Kräuterbeet für sich allein. Die gejäteten Pflanzen entsorge ich nicht auf dem Kompost, sondern verwerte sie für vielerlei Rezepte. Ein Teil wird zu Sirup und Minzzucker verarbeitet, die schönsten Blätter kommen in die Destille und mit dem Rest werden die Schnecken vertrieben. Wie das funktioniert, das zeigt euch das Landei auf Youtube.  In meinem Lieblings-Garten-Kanal zeigt euch Nadja wie man mit getrockneter Minze erfolgreich gegen die lästigen Fressfeinde vorgeht. Ich konnte auf jeden Fall mit dem Einsatz von Pfefferminze und mit Hilfe unseres hungrigen Igels der Schneckenplage Einhalt gebieten. 


Rezept Aloe-Vera-Minze-Balsam 

Das hautpflegende Gel habe ich einem Aloe-Vera-Blatt entnommen. Gebrauchsfertiges Gel kann hier bestellt werden. 
Die Creme ist eine Wohltat für trockene und strapazierte Haut. Das frische Aloe-Vera-Gel trägt jedoch zu einem schnellen Verderb der fertigen Creme bei. Diese sollte daher im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo sie 2 Wochen haltbar ist. Das Gel oder auch die fertige Wasserphase kann für eine spätere Verwendung portionsweise eingefroren werden. 

Zutaten Fettphase 

10 g Kokosnussöl 
10 g Mandelöl 
5 g Emulsan 

Zutaten Wasserphase 

30 g Pfefferminzhydrolat 
30 g Aloe-Vera-Gel 
1 Teelöffel Zitronensaft 


Zubereitung 

Emulsan im Mandelöl sanft schmelzen. Dann vom Herd nehmen und das Kokosnussöl darin auflösen. 
Aloe-Vera-Gel aus dem Blatt lösen und zusammen mit dem Zitronensaft sowie dem Pfefferminzhydrolat für 10 bis 15 Minuten stehen lassen. Dann verflüssigt sich das Gel und kann besser verarbeitet werden. Sollte die Konsistenz immer noch nicht optimal sein, dann kurz pürieren.
Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Ökologischer Weichspüler mit Lindenblüten



Die Linden vor unserem Haus stehen nun in voller Blüte und verströmen ihren herrlichen Duft. Gestern habe ich in der Mittagshitze reichlich Blüten gepflückt, um daraus Seife, Sirup, Gelee, Hydrolat, Ölauszug und Essigauszug zu fertigen. Letzteres ist die Grundlage für einen selbst hergestellten Weichspüler für die Wäsche. 
Ich bin davon überzeugt, dass Weichspüler für die Wäsche absolut unnötig ist, daher habe ich auch noch nie einen gekauft. Zum einen stört mich die aufwändige Verpackung und zum anderen die aufdringlichen synthetischen Düfte. Wenn ich fremde Handtücher verwenden musste, die mit konventionellen Weichspülern behandelt wurden, dann fiel mir immer sofort auf, dass sie sich „lappig“ anfühlen und die Feuchtigkeit nicht richtig aufnehmen. Dennoch muss ich mir oft anhören, dass Weichspüler die Wäsche schön flauschig macht und sie frisch riechen lässt. Über Geschmack und Geruch lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber Wohlgeruch kann ich beim Öffnen eines Weichspülers nicht erkennen, egal wie fantasievoll die Bezeichnungen der Duftrichtung sind. Ein weiteres Argument der Hersteller ist, dass die Lebensdauer der Textilien verlängert wird. Bekleidungsdiskounter preisen in immer kürzeren Abständen neue Kollektionen an. Keiner kann ernsthaft glauben, dass Käufer von „Fast Fashion“ an einer verlängerten Tragdauer von Textilien interessiert sind. Als weiterer Vorteil von weichgespülter Wäsche wird angeführt, dass diese auf der Haut nicht so kratzt, sie daher nicht reizt und somit für empfindliche Haut besonders empfehlenswert ist. Dies wird dann durch die Abbildung eines Babys auf der in sanften Farben gehaltenen Verpackung unterstrichen. Daher sind es doch gerade die im Weichspüler enthaltenen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe, die empfindlicher Haut zu schaffen macht. 
Wie Weichspüler der Umwelt schaden und wie negativ sie sich auf die Wäsche auswirken, das zeigt diese Marktcheck-Reportage sehr eindrucksvoll. Daher werde ich hier keine weiteren Worte verlieren. 







Der hier vorgestellte Weichspüler lässt sich einfach selbst herstellen, schont die Umwelt und die Waschmaschine. Anstatt die Einspülkammer mit einem unappetitlichen Film zu verstopfen reinigt dieser Weichspüler die Waschmaschine sanft und löst Verkalkungen. Die Gummidichtungen werden übrigens nicht angegriffen, da der verwendete Essig nur 5 % Säure enthält. 

Rezept für einen natürlichen Weichspüler mit Lindenblüten 

Zutaten 

  • 1 Handvoll Lindenblüten 
  • Schale von einer Bio-Zitrone 
  • 250 g milder Weißweinessig 

Zubereitung 

Zitronenschale und Lindenblüten in ein Glas geben. Ich verwende gerne Weckgläser, es können aber auch gut ausgewaschene Schraubgläser sein, die ursprünglich als Verpackung gedient hatten. Es sollte jedoch kein Kunststoffbehältnis sein, da die Essigsäure bedenkliche Bestandteile aus dem Kunststoff löst. Mit dem Essig aufgießen, so dass die Pflanzenmaterial gut bedeckt ist. Für etwa ein bis zwei Wochen verschlossen stehen lassen. Um Schimmelbildung zu vermeiden sollte stets darauf geachtet werden, dass die Schalen immer gut mit Essig bedeckt sind. Eventuell muss Essig nachgegossen werden. 
Nach dieser Reifezeit werden die Schale und die Lindenblüten herausgesiebt und der Essigauszug in Flaschen gefüllt. 

Anwendung 

Ungefähr 20 ml des Essigauszugs in das für den Weichspüler vorgesehene Fach der Waschmaschine geben und wie gewohnt waschen. Nach dem Trocknen riecht die Wäsche nicht nach Essig, sondern ganz dezent nach Lindenblüten und Zitrone. Die Fasern werden geglättet und von eventuellen Waschmittel- und Kalkresten befreit. 
Für mehr natürlichen Duft im Wäscheschrank sorgt ein Säckchen, das mit Lindenblüten gefüllt wird. 
Eine weitere tolle Alternative zu konventionellen Weichspülern stellt die Schwatzkatz auf ihrem Blog vor.