Freitag, 22. März 2019

10 Jahre bloggen - Frühlingsbote Huflattich




Seit nunmehr 10 Jahren führe ich diesen Blog. Anfangs war er als mein persönliches „Kräuter-Tagebuch“ gedacht, doch mit der Zeit fand er immer mehr Leser. Das freut mich natürlich sehr, denn mit so viel Interesse hatte ich damals nicht gerechnet. Mein erster Blogeintrag vom 21. März 2009 hatte den Frühlingsanfang und den Huflattich zum Thema. Diese möchte ich heute wieder aufgreifen, dann der Huflattich ist für mich das erste Heilkraft, das ich im Frühjahr sammle. Jedes Jahr finde ich neue Verwendungsmöglichkeiten. Äußerlich angewendet wirkt der Huflattich, entzündungshemmend und reizlindernd. Er hat die idealen Inhaltsstoffe für eine hautberuhigende Creme, die einfach und ohne Emulgator angerührt wird. Grundlage ist ein Ölauszug, der wie folgt hergestellt wird: 

 Rezept Huflattich-Ölauszug 

Den Ölauszug bereite ich schonend, aber dennoch schnell in einem alten Babykostwärmer zu. So muss ich das Mazerat nicht wochenlang an einem warmen Ort ziehen lassen und vermeide das Risiko, dass der Huflattich-Auszug schimmelt. 

Zutaten 

Zubereitung 

Die Blütenblätter vom Blütenkorb zupfen. 
Zusammen mit dem Sonnenblumenöl in ein verschließbares Glas geben. 
Die Mischung stelle ich dann für mindestens 24 Stunden bei circa 40 Grad in den Babykostwärmer. 
Danach wird der Ölauszug durch einen Teefilter oder ein Leinentuch abgesiebt und in ein gut verschließbares Glas gefüllt, das mit dem Herstellungsdatum beschriftet ist. 
Das Mazerat muss im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo es für etwa 6 Monate haltbar ist. 
Die abgesiebten Huflattichblüten entsorge ich nicht, sondern verwende sie als Zutat für eine Huflattich-Seife 


Rezept Huflattich-Kamillen Cold Cream 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

Zubereitung 

Das Bienenwachs im Jojobaöl sanft schmelzen, vom Herd nehmen und Kakaobutter sowie Huflattichblütenöl einrühren. 
Für die Wasserphase einen Tee aus Huflattichblüten und Wasser herstellen. Im noch warmen Tee den Honig auflösen. Das ätherische Kamillenöl eintropfen. Die warme Wasserphase langsam in die warme Fettphase unter Rühren einfließen lassen. Die beiden Phasen müssen wirklich sehr warm, aber nicht heiß sein. Das Bienenwachs wird sonst schnell wieder hart und es bilden sich kleine, harte Körnchen in der Creme. So lange rühren, bis die Creme abgekühlt und stabil ist. Da kein Emulgator beigefügt wurde, dauert der Rührvorgang etwas länger.