Montag, 18. Februar 2019

Heilsame Salbe aus den Wurzeln der Großen Karde


Zurück zu den Wurzeln heißt es jetzt für viele heilkräftige Pflanzen. In den Monaten November bis März ziehen die Pflanzen die Inhaltsstoffe der Blätter, Stängel und Blüten in die unterirdischen Speicherorgane zurück. Daher ist während dieser Zeit die Heilkraft der Wurzeln besonders stark. Die Große Karde ist jetzt sehr leicht auszumachen, da die vertrocknete Pflanze bis zu 2 Meter hoch ragt. Zu Beginn meiner Filztätigkeit lernte ich die Große Karde kennen, denn Male hatte ich Rohwolle mit ihr kardiert. Davor hatte ich sie eher als stacheliges Unkraut wahrgenommen Als Heilkraut habe ich die Große Karde jetzt erst kennengelernt. In alten Kräuterbüchern konnte ich nachschlagen, dass sie ein umfangreiches Einsatzgebiet gegen allerlei Hautkrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Rheuma und Gicht hat. Leider gibt es außer den Hinweisen der Volksmedizin kaum wissenschaftliche Untersuchungen. Doch die Inhaltsstoffe, wie Saponine, Glykoside, Phenole und Bitterstoffe weisen auf entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften hin. Hildegard von Bingen empfahl zerstoßene Kardenwurzel als Salbenauflage bei hartnäckigen Furunkeln, Hautausschlägen und Warzen. 
Im späten Herbst habe ich die Wurzeln geerntet, gereinigt und getrocknet. Die daraus gewonnene Tinktur ist die Grundlage für heilende Salben und wohltuende Bäder. 

Rezept Kardenwurzel-Tinktur 

Zutaten

Zubereitung

Die Wurzeln nach der Ernte gut reinigen und klein schneiden. 
In ein kleines Schraubglas geben und den Weingeist darüber gießen, so dass das Pflanzenmaterial gut bedeckt ist. 
Das verschlossene Glas 2 bis 3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. 
 Dann durch einen Kaffeefilter filtern, so dass keine Pflanzenreste in der fertigen Tinktur verbleiben. 
Die Kardenwurzel-Tinktur in eine dunkle Flasche füllen und beschriften. 

Ebenso habe ich ein Wirkstofföl angesetzt, das ich in Cremes und Salben einarbeiten kann. 


Rezept für einen Ölauszug aus den Wurzeln der Großen Karde 

Zutaten 

Zubereitung 

Die Wurzeln ausgraben, waschen und möglichst klein schneiden. Zusammen mit dem Mandelöl in ein verschließbares Glas geben. 
Die Mischung stelle ich dann für mindestens 24 Stunden bei circa 40 Grad in den Babykostwärmer. 
Danach wird der Ölauszug durch einen Teefilter oder ein Leinentuch abgesiebt und in ein gut verschließbares Glas gefüllt, das mit dem Herstellungsdatum beschriftet ist. 
Das Mazerat muss im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo es für etwa 6 Monate haltbar ist.


Rezept für eine vegane Kardenwurzel-Salbe 

Zutaten

Zubereitung 

Das Carnaubawachs im Ölauszug sanft schmelzen, vom Herd nehmen und die Sheabutter einrühren. Zum Schluss die Tinktur und die ätherischen Öle eintropfen und unterrühren. Sofort in einen gut gereinigten Tiegel füllen und erkalten lassen

Donnerstag, 7. Februar 2019

Wacholder-Zitronenessig für hygienische Sauberkeit im Kühlschrank

Heute stelle ich eine Variante meines Rezeptes für Pestessig vor. Der Wacholder-Zitronenessig verbreitet vor allem im Winter einen sehr angenehmen Duft.

Beim Wandern über die schneebedeckten Heiden können immer noch Wacholderbeeren gesammelt werden. Diese unterstützen den Reiniger mit ihrer antibakteriellen Eigenschaft in seiner Wirkungsweise.

Der leistungsstarke Hygienereiniger löst auf allen glatten Oberflächen Schmutzablagerungen, die der Nährboden für Bakterien sind. Der lebensmittelsaubere Wacholder-Zitronenessig kann auch sehr gut zum Reinigen der Mikrowelle und der Arbeitsflächen verwendet werden.


 Rezept Wacholder-Zitronenessig Hygienereiniger

Zutaten 

  • Schalen von einer Zitrone 
  • Ungefähr 20 Wacholderbeeren 
  • Optional 5 Tropfen ätherisches Wacholderöl 
  • Optional 5 Tropfen ätherisches Zitronenöl 
  • 500 g Essig 
  • 50 g Spiritus 
  • 20 g Betain 

Vorbereitungen 

Die Wacholderbeeren grob zerkleinern und in ein verschließbares Glas geben. Es sollte kein Kunststoffbehältnis sein, da die Essigsäure bedenkliche Bestandteile aus dem Kunststoff löst. Mit Essig aufgießen, so dass die Beeren gut bedeckt sind.
Für ein paar Tage verschlossen stehen lassen, bis der Essig sich dunkel färbt. Um Schimmelbildung zu vermeiden sollte stets darauf geachtet werden, dass die Beeren immer gut mit Essig bedeckt sind. Dann wird der Essigauszug abgesiebt, so dass sich keine Pflanzenteile mehr im Essig befinden.
Zitronenchalen in den Spiritus einlegen, so dass sie gut bedeckt sind. Für ein paar Tage verschlossen stehen lassen. Um Schimmelbildung zu vermeiden sollte stets darauf geachtet werden, dass die Schalen immer gut mit Alkohol bedeckt sind.
Dann wird der Alkoholauszug abgesiebt, so dass sich keine Schalenreste mehr in der Flüssigkeit befinden.


Zubereitung 

Wacholder-Essig-Auszug mit Zitronen-Alkohol-Auszug in Verhältnis 10 : 1 mischen. In eine Flasche abfüllen und das Betain hinzufügen, schütteln – fertig. Optional können noch ein paar Tropfen ätherisches Wacholderöl und/oder ätherisches Zitronenöl beigefügt werden.