Donnerstag, 30. August 2018

Samtweiche Haut durch Borretschsamenöl und Sheabutter

Borretsch gehört zu meinen Lieblingskräutern. Er sät sich selbst aus, ist unkompliziert und verlangt keine Pflege. Die schönen, blauen Blüten zieren nicht nur den Garten, sondern sehen auch im Salat gut aus. 
Aus Borretschsamen wird ein wunderbares Öl gewonnen, das trockene, empfindliche, rissige und schuppige Haut wieder geschmeidig macht. Das hochwertige Öl hilft bei Neurodermitis und wirkt gegen Schuppenflechten. 
Die nachfolgende Creme mit Borretschsamenöl und Sheabutter reguliert die Hautfeuchtigkeit, lindert Juckreiz und regeneriert die Haut. 


Rezept für eine hautregenerierende Creme mit Borretschsamenöl 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

  • 50 g destilliertes Wasser oder Rosenwasser 
  • 1 Teelöffel Honig 

Zubereitung 

Emulsan im sanft im Borretschsamenöl schmelzen. Danach die Fettphase vom Herd nehmen und die Sheabutter dazugeben. 
Rosenwasser bzw. destilliertes Wasser leicht erwärmen und Honig darin auflösen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist.

Mittwoch, 1. August 2018

Hautregenerierende Pflege mit den Wirkstoffen der Wegwarte

Heute ist Lughnasadh, das Schnitterfest. Der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht und auf den Feldern herrscht reges Treiben. Entlang der Straßen sticht das herrliche Blau der Wegwarte ins Auge. Die gemeine Wegwarte ist eine überaus genügsame Pflanze, die sich ähnlich dem Löwenzahn selbst durch die Asphaltdecke kämpft. Das schöne Blümchen hat jedoch noch mehr als nur ihr gutes Aussehen zu bieten. Ich kenne sie unter dem Namen „Zichorien“, denn dieses Wort stand auf einer Keramikschütte in Urgroßmutters Küche geschrieben. Darin befanden sich jedoch keinesfalls Blumen, sondern „Muckefuck“. Ein kaffeeähnliches Aufgussgetränk, das in der der Nachkriegszeit den damals so kostbaren Kaffee ersetzte. Da das Getränk kein Koffein enthält, durften sogar wir Kinder einen „Kaffee-Ersatz“ aus den guten Sammeltassen trinken und uns dabei wie Erwachsene fühlen. Viele Jahre später habe ich mir in der French-Press einen Muckefuck aufgebrüht und war überrascht, wie gut er schmeckte. 
In alten Kräuterbüchern wird die Wirksamkeit der Wegwarte gegen Augenleiden und Hautunreinheiten gepriesen. Waschungen sollen gegen unreine, großporige Haut, Ekzeme und Rötungen helfen. Konkrete Rezepte konnte ich jedoch keine finden. Die heilenden Wirkstoffe sind in allen Pflanzenteilen, vor allem in der Wurzel. Daher habe ich einen Ölauszug aus den Wurzeln bereitet und ein Hydrolat aus den Blättern und Blüten destilliert. Aus diesen Grundzutaten habe ich das Rezept für die nachfolgende Gesichtscreme entwickelt. 


Rezept für einen Ölauszug aus Wegwartewurzeln 

Zutaten 

Zubereitung 

Die Wurzeln ausgraben, waschen und möglichst klein schneiden. Zusammen mit 150 g kaltgepresstem Olivenöl in ein verschließbares Glas geben. Die Mischung stelle ich dann für mindestens 24 Stunden bei circa 40 Grad in den Babykostwärmer. Danach wird der Ölauszug durch einen Teefilter oder ein Leinentuch abgesiebt und in ein gut verschließbares Glas gefüllt, das mit dem Herstellungsdatum beschriftet ist. Das Mazerat muss im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo es für etwa 6 Monate haltbar ist. 




Rezept für eine hautregenerierende Wegwarte-Creme 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

  • 40 g Wegwarte-Hydrolat oder Tee 
  • 3 g Honig 

Zubereitung 

Aus frischen Wegwarteblättern- und blüten ein Hydrolat oder einen Tee herstellen. Für den Tee werden ungefähr 5 g frische Pflanzenteil mit 200 g heißem, destilliertem Wasser übergossen. Nach einer Stunde durch ein feines Sieb und nochmals durch einen Kaffeefilter filtern, so dass keine Pflanzenreste im fertigen Auszug verbleiben. 
Den Emulgator Tegomuls im Wegwarte-Ölauszug klar aufschmelzen. Danach die Fettphase vom Herd nehmen und die Kokosnussöl einrühren. 
Den Honig im erwärmten Tee bzw. Hydrolat auflösen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis Handwärme erreicht ist.