Montag, 14. Mai 2018

Frische Birkenblätter für vegane Zahncreme

Im Frühjahr ist für mich die Birke der wichtigste Baum. Schon im Januar beginne ich Birkenreisig zu sammeln, um daraus Besen zu binden. Anfang März, wenn die Knospen austreiben, verarbeite ich diese zu einem Birkenknospen-Extrakt. Die jungen Blätter werden dann Ende März geerntet. Sie enthalten viele wirksame Stoffe, wie entzündungshemmende Flavonolglykoside, zusammenziehende Gerbstoffe, Saponine und geringe Mengen ätherisches Öl. All diese Inhaltsstoffe sind auch nützliche Helfer bei der Mund- und Zahnpflege. Daher möchte ich heute mein Rezept für eine wirkungsvolle Birken-Zahncreme vorstellen.


Rezept für eine vegane Birken-Zahncreme

Als Putzkörper hat ich Schlämmkreide gewählt. Dies ist ein feines, mikrokristallines Sedimentgestein, das durch Ablagerung entstanden ist. Das Ausgangsgestein, die weiße oder hellgraue Kreide entstand hauptsächlich in der geologischen Periode der Oberkreide. Das in Steinbrüchen abgebaute Gestein wird durch mechanische Trennverfahren von Verunreinigungen gesäubert – einer Schlämmung unterzogen. Schlämmkreide reinigt die Zähne gründlich und schonend. Der Zahnbelag wird entfernt ohne den Zahnschmelz anzugreifen. 
Das Birkenwasser trägt zur Reduzierung von Keimen bei und wirkt entzündungshemmend. Xylit oder Birkenzucker reduziert die Bildung von Zahnbelag, der die Entstehung von Karies fördert. Zudem wirkt Xylit antibakteriell, was die Bildung von schädlichen Bakterien in Mund- und Rachenraum hemmt und die Zahncreme leicht konserviert. Ich achte beim Kauf von Birkenzucker darauf, dass es sich nicht um ein aus Mais hergestelltes Produkt handelt, dessen Ursprung in China ist. Die gewählten ätherischen Öle reduzieren die schädlichen Bakterien im Mund- und Rachenraum, wirken entzündungshemmend und sind der Geschmacksträger. Das pflanzliche Tensid Betain unterstützt den Putzkörper bei der Reinigung. 

Zutaten 

Zubereitung 

Aus 100 g destilliertem Wasser und 10 g Birkenblättern einen wässrigen Auszug herstellen. Hierfür werden entweder getrocknete oder frische Birkenblätter mit kaltem, destillierten Wasser übergossen. Den Auszug für einige Stunden oder über Nacht zugedeckt stehen lassen. Dann durch ein feines Sieb und nochmals durch einen Kaffeefilter filtern, so dass keine Pflanzenreste im fertigen Auszug verbleiben. Alternativ kann auch fertiges Birkenwasser gekauft werden.
Birkenwasser bzw. wässrigen Birkenblätterauszug und Betain in einem Behälter mischen. Schlämmkreide und Xylit in einem weiteren Behälter mischen. 
Das Birkenwasser dann langsam in die Pulvermischung einrühren, bis eine angenehme Konsistenz entsteht. Eventuell noch ein wenig ziehen lassen, da die Masse noch etwas nachdickt. 
Zum Schluss den Birkenknospen-Extrakt sowie die ätherischen Öle eintropfen und in ein verschließbares Gefäß füllen. 
Die Zugabe der ätherischen Öle kann nach individuellem Geschmack dosiert werden. 
In der Apotheke habe ich Leertuben gekauft, die sich leicht befüllen lassen. Die Zahncreme kann sicher aufbewahrt und dosiert werden. Es entsteht auch kein Abfall, denn die Tuben sind nach einer gründlichen Reinigung wieder verwendbar.

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