Donnerstag, 23. Juni 2016

Selbstgemachte Lavendel-Zahncreme mit Schlämmkreide

Bevor ich mich an die Herstellung einer Zahncreme machte, habe ich mich mit der Zusammensetzung von Kaufprodukten auseinandergesetzt. Meine Recherchen ergaben, dass konventionelle Zahnpasten eine Vielzahl chemischer Zusatzstoffe, die nicht der Zahnpflege, sondern dem Aussehen und Konservierung der Zahnpasta dienen, enthalten. Vor allem Schaumbildner, Netz- und Feuchthaltemittel, Geschmacks- und Aromastoffe, Konservierungsmittel sowie Farbstoffe tragen nicht dazu bei, die Zähne sauber und gesund zu halten. Damals enthielten noch fast alle Zahnpasten Mikroplastik (Polyethylenkügelchen) als Putzkörper, das jetzt erfreulicherweise aus allen Kaufprodukten genommen wurde.
Eine selbst hergestellte Zahncreme enthält alles, was für eine gesunde Pflege der Zähne notwendig ist. Sie reinigt die Zähne und das Zahnfleisch, beugt gegen Karies vor und sorgt für frischen Atem. Die natürlichen Inhaltsstoffe schützen die Umwelt. Die Liste der leicht zu beschaffenden Zutaten ist übersichtlich. Die Herstellung ist einfach und nimmt wenig Zeit in Anspruch. Nach einigen Experimenten hat sich in unserer Familie eine Zahncreme durchgesetzt, die von zäher Konsistenz ist und mit einem Teelöffel aus einem Schraubglas entnommen wird. Da die Geschmacksrichtungen verschieden sind, haben wir mehr als nur ein Glas Zahnpasta im Bad stehen. Jedes Familienmitglied kann sich seine Zahnpasta individuell abschmecken.


Hier möchte ich unser Lieblingsrezept vorstellen, viele der Zutaten sind bei Salandia erhältlich.

Lavendel-Zahncreme mit Schlämmkreide 

Schlämmkreide ist ein feines, mikrokristallines Sedimentgestein, das durch Ablagerung entstanden ist. Das Ausgangsgestein, die weiße oder hellgraue Kreide entstand hauptsächlich in der geologischen Periode der Oberkreide. Das in Steinbrüchen abgebaute Gestein wird durch mechanische Trennverfahren von Verunreinigungen gesäubert – einer Schlämmung unterzogen. 

Zutaten

  • 20 g Lavendelhydrolat oder Lavendeltee
  • 2 g Coco glucoside oder Betain
  • 5 g Xylit 
  • 25 g Schlämmkreide
  • 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl 
  • 5 Tropfen ätherisches Zitronenöl 
  • 2 Tropfen ätherisches Salbeiöl 

Zubereitung

Pfefferminzhydrolat und Coco glucoside in einem Behälter mischen. Die trockenen Zutaten in einem weiteren Behälter mischen. Das Hydrolat dann langsam in die Pulvermischung einrühren, bis eine angenehme Konsistenz entsteht. Eventuell noch ein wenig ziehen lassen, da die Masse noch etwas nachdickt. Zum Schluss die ätherischen Öle eintropfen und in ein verschließbares Gefäß füllen. Die Zugabe der ätherischen Öle kann nach individuellem Geschmack dosiert werden.
Das Lavendelhydrolat enthält nicht nur Wirkstoffe, die zur Reduzierung von Keimen beiträgt und entzündungshemmend ist, sondern sind auch Geschmacksträger. Alternativ zum Lavendelhydrolat kann auch ein starker Lavendeltee aufgebrüht werden.
Xylit oder Birkenzucker reduziert die Bildung von Zahnbelag, der die Entstehung von Karies fördert. Zudem wirkt Xylit antibakteriell, was die Bildung von schädlichen Bakterien in Mund- und Rachenraum hemmt und die Zahncreme leicht konserviert. Ich achte beim Kauf von Birkenzucker darauf, dass es sich nicht um ein aus Mais hergestelltes Produkt handelt, dessen Ursprung in China ist.
Die gewählten ätherischen Öle reduzieren die schädlichen Bakterien im Mund- und Rachenraum, wirken entzündungshemmend und sind ein weiterer Geschmacksträger.
Das Tensid Coco glucoside unterstützt den Putzkörper bei der Reinigung, kann aber auch durch Betain ersetzt werden. 

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