Donnerstag, 17. November 2011

Schlehen - wilde Pflaumen



Ein wunderschöner Morgen, der Nebel ist über Nacht gefroren. Der Raureif überzieht die Landschaft und glitzert in der Sonne Jetzt ist die beste Zeit, um die Früchte der umliegenden Schlehdornsträucher zu ernten. Die Sträucher haben die Blätter schon abgeworfen und zurück bleiben die blauen Früchte. Der einsetzende Frost hat bewirkt, dass der hohe Gerbstoffgehalt (Tannin) der Frucht gesenkt wird und sie dadurch milder werden. Manchmal findet man den Hinweis, der Gerbstoffgehalt von Schlehen würde sinken, wenn man sie einfriert. Das stimmt nicht, denn nur bei Frost am Strauch wird der Gerbstoffgehalt enzymatisch abgebaut. Jedoch friere ich sie nach der Ernte nochmals ein, weil dann der Saft besser austritt. Die Schlehen können auch vor der Verwendung eingestochen werden, um die Saftgewinnung zu steigern. Es sollte jedoch verhindert werden, dass der Kern zerstoßen wird, da die Kerne von Schlehen wie alle Steinobstarten cyanogene Glykoside enthalten. Dabei handelt es sich um Zuckerverbindungen, die hochgiftige Blausäure freisetzten können.Schlehenlikör

Zutaten


  • 500 g Schlehen
  • 1 Stange Zimt
  • Schale von einer ungespritzten Orange
  • 6 Gewürznelken
  • 1 Vanilleschote
  • 0,7 Liter Wodka oder Korn
  • 250 g Kandiszucker
Zubereitung Alle Zutaten in eine saubere Flasche geben, mit Wodka bzw. Korn übergießen und gut verschließen. Sechs bis acht Wochen an einem warmen Ort ruhen lassen. Gelegentlich etwas schütteln, damit der Zucker sich besser löst. Dann kann der Likör gefiltert und umgefüllt werden.

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