Montag, 31. Juli 2017

Feuchtigkeitsspendende Gurken-Joghurt-Maske für sonnenstrapazierte Haut

Seit den 80er Jahren bereiten wir unser Joghurt selbst zu. Anregungen und Tipps bekamen wir von der Hobbythek. Damals lag uns vor allem daran, überflüssige Verpackungen zu vermeiden. Heute kommt noch der Aspekt der besseren Inhaltsstoffe hinzu. In unserem Dorf kann man jeden Tag frische Milch vom Bauern holen und muss keine abgepackte Milch im Supermarkt kaufen. Der selbst hergestellte Joghurt ist dann die Basis für Müslis, wird mit Früchten gemischt oder einfach pur gegessen. 
Die Zubereitung ist sehr einfach und nimmt wenig Zeit in Anspruch. Die dafür notwendigen Joghurtbakterien sind bei Salandia erhältlich. 
Jean Pütz hat hier ein sehr anschauliches Video zur Herstellung von Joghurt veröffentlicht. Ich habe den integrierten Plastikbehälter durch ein 1-Liter-Weckglas ausgetauscht, das passt exakt in den Joghurtbereiter.

Doch Naturjoghurt ist nicht nur ein gesundes Lebensmittel, sondern auch eine Wohltat für die Haut. Diese Gesichtsmaske spendet Feuchtigkeit, regeneriert und kühlt sonnenstrapazierte Haut. Das wertvolle Gurkensamenöl ist reich an Phytosterolen, welche die Barrierefunktion der Haut unterstützen. Es enthält, wie die Gurke selbst, viel hautstraffendes Vitamin E und Mineralien. Gurkensamenöl pflegt nachhaltig trockene Haut, die zu Unreinheiten neigt.  


Rezept Feuchtigkeitsspendende Gurken-Maske 

Zutaten 

  • ¼ Salatgurke 
  • 2 Esslöffel Naturjoghurt 
  • 1 Teelöffel Gurkensamenöl 
  • 1 Teelöffel Honig 

Zubereitung und Anwendung 

Die Gurke schälen und pürieren. Gurkenbrei mit Joghurt, Gurkensamenöl und Honig zu einem Brei verrühren. Danach auf dem gereinigten Gesicht verteilen und dabei die Augen aussparen. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen und anschließend mit einem Handtuch die Reste abnehmen. Die Haut fühlt sich danach geschmeidig an und ist bereit für eine pflegende Creme.

Sonntag, 16. Juli 2017

Lavendel gegen unreine Haut

Lavendel duftet nicht nur herrlich, sondern ist für jeden Hauttyp gut verträglich. Besonders unreine, fette Haut wird desinfiziert und die Produktion der Talgdrüsen wird reguliert. In Haarwässern hilft Lavendel gegen Schuppen und wirkt antiseptisch. Als Körpertonikum lindert es Sonnenbrand und Insektenstiche. 
Heute möchte ich einige Rezepte vorstellen, die zur Heilung unreiner Haut beitragen. Ergänzt werden die Wirkstoffe des Lavendels durch die pflegenden Eigenschaften des Traubenkernöls. Das pflegende Öl liegt leicht auf der Haut und beugt neuen Unreinheiten vor. Der hohe Gehalt an Linolsäure wirkt gegen Verhornungen und bewahrt den Talgfluss.

Zu Beginn sollte das Gesicht gründlich, aber sanft und schonend gereinigt werden. 

Rezept für eine Lavendel-Reinigungslotion 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

  • 50 g Lavendelhydrolat 
  • 1 kleiner Löffel Honig 

Zutaten Feuchtigkeitsspender und Tenside

  • 5 g pflanzliches Glycerin 
  • 25 g Betain 

Zubereitung

Emulsan im Traubenkernöl sanft schmelzen. Lavendelhydrolat auf ca. 50 Grad erwärmen und Honig darin auflösen. Tensid und Glycerin in einem dritten Glas mischen und sanft auf ca. 40 Grad erwärmen. Wasserphase in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Fettphase einfließen lassen. Nun das Tensid-Glycerin-Gemisch in einem dünnen Strahl einfließen lassen. Mit dem Spatel rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist. 

Anwendung

Eine kleine Menge der Reinigungslotion mit feuchten Händen im Gesicht verteilen, leicht einmassieren und mit Wasser gründlich abspülen. Danach die Reinigung mit einem Gesichtswasser abschließen. 
Hierfür empfehle ich das nachfolgende Gesichtswasser.

Rezept für ein hautklärendes Lavendel-Gesichtswasser 


Zutaten 

  • 100 g Lavendelhydrolat 
  • 5 g pflanzliches Glyzerin 

Zubereitung

Alle Zutaten in eine kleine Flasche füllen, schütteln – fertig. 

Anwendung 

Ein Wattepad mit dem Gesichtswasser befeuchten und damit über die zuvor gereinigte Gesichtshaut streichen. 

Rezept für eine Lavendelcreme gegen unreine Haut 

Auch relativ fettige Haut benötigt ausreichend Feuchtigkeit. Dafür sorgt das Kokosnussöl in dieser Gesichtscreme. 

Zutaten Fettphase 

  • 18 g Traubenkernöl 
  • 10 g Kokosnussöl 
  • 3 g Emulsan

Zutaten Wasserphase 

  •  30 g Lavendelhydrolat 

Zutaten Wirkstoffe 

  • 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl

 

Zubereitung 

Emulsan im Traubenkernöl klar aufschmelzen. Danach die Fettphase vom Herd nehmen und das Kokosnussöl einrühren. Lavendelwasser leicht erwärmen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis Handwärme erreicht ist. Danach das ätherische Öl eintropfen. 

Lavendelsalbe gegen Hautunreinheiten 

Diese Paste ist zur lokalen Behandlung von Hautunreinheiten gedacht. Sie wirkt stark austrocknend, antibakteriell und entzündungshemmend. 

Zutaten 

  • 5 g Kokosnussöl 
  • 3 g Traubenkernöl 
  • 2 g Heilerde
  • 3 g Zinkoxyd 
  • 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

Zubereitung 

Traubenkernöl erwärmen und Kokosnussöl darin sanft schmelzen. Zinkoxyd und Heilerde mischen und gegebenenfalls noch etwas fein mörsern. Diese Mischung in die warme Fettphase einarbeiten. Dann die ätherischen Öle einrühren. Die Salbe kann in einen Tiegel eingefüllt werden und wird von dort mit einem Spatel zur Anwendung entnommen.

Montag, 10. Juli 2017

Organischer Dünger einfach selbst hergestellt

Die Brennnesseln rund um meinen Kompost wuchern so sehr, dass ich ihnen Einhalt gebieten muss. Ebenso ergeht es mir mit dem Beinwell, dessen Blätter jetzt ohnehin schon zu groß für den Verzehr sind. Aus Brennnesseln, Beinwell und Schachtelhalm lassen sich einfach organische, schnellwirksame Dünger herstellen. Besonders Tomaten, Gurken und Kürbisse gedeihen prächtig und werden hervorragend mit Nährstoffen versorgt. 
Zur Düngung von Zierpflanzen, zum Beispiel Rosen, gebe ich noch etwas kieselsäurehaltigen Schachtelhalm hinzu. Dieser Dünger wird auch Jauche genannt, doch hier im Schwäbischen versteht man darunter auch Tierexkremente und daher mag ich die Bezeichnung nicht so sehr. 



Rezept für organischen Dünger aus Brennnessel, Beinwell und Schachtelhalm 

Zutaten 

  • 10 Stängel Brennnessel 
  • 6 Stängel Beinwell 
  • 4 Stängel Schachtelhalm 
  • 10 Liter (Regen-)Wasser 

Zubereitung 

Das Pflanzenmaterial in einen Plastik- oder Holzeimer schichten. Das Regenwasser dazugeben. Das Gesamtgewicht der frischen Pflanzen sollte ungefähr 1 Kilo sein. 
Den Eimer mit einem Sieb luftdurchlässig bedecken. 
Nun in die entlegenste Ecke des Gartens stellen, da der Geruch sehr unangenehm ist. 
Täglich umrühren. Nach etwa 2 Wochen, wenn der Dünger eine dunkelbraune Färbung angenommen hat, ist er reif und kann abgesiebt werden. 

Anwendung 

Ungefähr 250 ml Dünger werden in 10 Liter Wasser verdünnt. Frühmorgens oder abends in den Wurzelbereich der Pflanzen gießen.

Sonntag, 2. Juli 2017

Holunderblüten - köstliche Vielfalt für die Kräuterküche

Beim gestrigen Abendspaziergang wehte uns der Wind immer wieder den blumigen Duft der Holunderblüten zu. Von diesem wunderbaren Geruch können wir gar nicht genug bekommen. Obwohl wir schon Holunderblütensirup und Holunderblütengelee hergestellt haben, hat mein Mann ein paar prächtige Dolden gepflückt, damit ich heute einen Holunderblüten-Mandel-Kuchen backen kann. Die Basis für das hier vorgestellte Rezept hatte ich einem antiken Kochbuch für preiswerte, bürgerliche Gerichte entnommen und zeitgemäß abgewandelt. 



Rezept Holunderblüten-Mandel-Kuchen mit Holunderblütenzucker-Glasur

Zutaten Teig

  • 5 Dolden Holunderblüten 
  • 3 Eier 
  • 100 g Zucker 
  • 120 g Mehl 
  • 100 g Mandeln 
  • 130 g Schlagsahne 
  • 1 Prise Backpulver 
  • 1 Vanilleschote 

 Zutaten Glasur 

  • 100 g Puderzucker
  • 1 Esslöffel Holunderblütensirup

Zubereitung

Die Holunderblüten werden nicht gewaschen, sondern nur trocken gereinigt, abgeschüttelt und eventuell von Tierchen befreit. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Schote und das Mark zusammen mit der Sahne kurz aufkochen lassen. Die Holunderblütendolden in die noch warme Sahne geben. Dann zudecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag die Eier zusammen mit den Zucker schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und dann löffelweise in die Ei-Zucker-Masse einrühren. Nacheinander Mandeln und Sahne langsam zugeben und rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in eine gefettete Springform füllen und das Obst darüber verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (Umluft) für ungefähr 45 Minuten backen.
Den Puderzucker mit Holunderblütensirup zu einer glatten Glasur verrühren und damit den erkalteten Kuchen verzieren.