Montag, 19. Juni 2017

Hustensirup aus Fichtenspitzen und Spitzwegerich

Nach dem schnellen Rezept für einen Hustensaft aus Spitzwegerich gibt es jetzt noch eines, das etwas Zeit braucht. Spitzwegerich enthält den entzündungshemmenden Wirkstoff Aucubin, der jedoch sehr hitzeempfindlich ist. Ich denke, dass der schonende Kaltauszug eine bessere Heilwirkung besitzt. Zum Herbstbeginn ist der Sirup fertig und wird dann gute Dienste gegen Husten und Heiserkeit leisten. Ob pur, im Tee oder in warmer Milch, das ist Geschmackssache – Fichtenspitzen-Spitzwegerich-Sirup ist ein wohlschmeckendes Hausmittel zur Linderung von Erkältungskrankheiten. Auch als veganer Brotaufstrich ist er eine Delikatesse, denn das harzig-würzige Aroma der Fichtenspitzen erinnert an den Duft des Frühlingswaldes. 

Rezept für Fichtenspitzen-Spitzwegerich-Sirup 

Der Hustensirup wirkt sanft bei leichten Atemwegsinfekten, bei schwereren Erkrankungen sollte jedoch auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. 

Zutaten 

  • 1 Tasse Fichtenspitzen 
  • 1 Tasse Spitzwegerichblätter 
  • Zucker 

Zubereitung 

Spitzwegerichblätter reinigen und klein schneiden. Fichtenspitzen, Spitzwegerichblätter und Honig abwechselnd in ein Schraubglas schichten. Mit einer Schicht aus Zucker abschließen.
Die Wahl des Zuckers ist Geschmackssache, ich habe weißen Kandiszucker verwendet.
Das Glas gut verschließen und für ungefähr 3 Monate an einem kühlen Ort ziehen lassen. In dieser Zeit verflüssigt sich der Zucker und nimmt die Wirkstoffe der Kräuter auf. Den Sirup durch ein feines Sieb gießen und dabei die Blätter, bzw. Fichtennadeln gut ausdrücken. In geeignete Gläser oder Flaschen abfüllen und beschriften. 
Der Sirup ist gekühlt für gut 9 Monate haltbar. Dann ist es wieder Frühling und die Fichtenspitzen treiben erneut aus.


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