Donnerstag, 23. März 2017

Frühlingsfrischer Zitronen-Minze-Reiniger

Endlich Frühling – die ersten warmen Tage laden zur Gartenarbeit ein und machen gute Laune. Jedoch offenbaren die Sonnenstrahlen auch, dass vor allem die Fenster eine gründliche Reinigung brauchen. Dafür werden die Möbel verrückt und schon zeigt sich in den sonst unzugänglichen Ecken Staub und vermisste Gegenstände. Ich putze immer nur ein Zimmer nach dem anderen und räume dabei um. So bleibt alles in Bewegung und kleine Veränderungen finde ich gut. 
Bei den verwendeten Reinigern bleibe ich meinem Vorsatz treu: „weniger ist mehr“. Heute möchte ich meinen selbstgemachten Zitronen-Minze-Reiniger vorstellen. Dieser Reiniger eignet sich hervorraend zur Feuchtreinigung von Böden und wird dem Wischwasser beigegeben. Er ist nicht nur für Fliesen, sondern auch für Laminat oder PVC-Böden geeignet. Nach der Reinigung duften die Zimmer natürlich frisch und riechen nicht nach aufdringlichen Putzmitteln. 


Rezept Zitronen-Minze-Reiniger für einen hygienisch sauberen Küchenfußboden 

Zutaten 

Zubereitung 

Einen Essigauszug aus Zitronenschalen und Weinessig herstellen. Das Wasser auf ungefähr 60 Grad erwärmen und Natriumcarbonat darin auflösen. Nach dem Abkühlen die restlichen Zutaten einführen. In eine Flasche füllen, schütteln – fertig. 


Das Bodenwischtuch habe ich aus Coats Lyric Puppets 8/8 im Noppenmuster gehäkelt. 

Montag, 20. März 2017

Veganer Honig aus frischem Rosmarin

Auf der Basis des Rezeptes für  Fichtenspitzenhonig stelle ich zwischenzeitlich einige vegane Alternativen aus Kräutern und Blüten zu Bienenhonig her. Heute möchte ich euch diesen herzhaft, würzigen Rosmarinhonig vorstellen. Welcher Zucker dabei verwendet wird ist übrigens irrelevant. Es spielt keine Rolle, ob es sich um Fructose, Traubenzucker, Rohrzucker oder gewöhnlichen Haushaltszucker handelt. Die Sorte kann jeder selbst festlegen. Ich empfehle diesen Artikel, der begleitend zu einer interessanten Sendung des Norddeutschen Rundfunks hier nachgelesen werden kann. 

Rezept für einen veganen Honig aus Rosmarinzweigen

Zutaten 

  • 1 Litermaß frische Rosmarinzweige 
  • 1 l Wasser 
  • 750 g Zucker 
  • 1 Bio-Zitrone 

Zubereitung 

Rosmarinzweige grob zerkleinern und mit der klein geschnittenen Zitrone in einem Liter Wasser aufkochen. Den Topf mit dem Deckel schließen und bei kleiner Hitzezufuhr noch etwa eine Stunde ziehen lassen. Den Sud zur Seite stellen und für einige Stunden abkühlen lassen. Dann durch ein Tuch abseihen und dabei die weich gekochten Spitzen ausdrücken. Der so entstandene aromatische Sud wird abmessen und mit Wasser zu einem Liter Flüssigkeitsmenge ergänzen. Dieser wird nun zusammen mit dem Zucker in einem hohen Topf auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren eingekocht. Nach etwa einer Stunde Kochzeit reduziert sich die Flüssigkeit und der Saft wird schön dickflüssig. Eine „Gelierprobe“ ist hilfreich, wenn man sich unsicher ist, ob der Rosmarinhonig schon dickt genug ist. Der noch heiße Honig kann jetzt in saubere Gläser abfüllt werden, die für eine Viertelstunde auf den Kopf gestellt werden sollten. 
Der Rosmarinhonig kann als Brotaufstrich gegessen werden oder passt hervorragend zu Pfannkuchen. Am liebsten verwenden wir ihn für die Marinade von veganen Rosmarin-Honig-Ofenkartoffeln.

Freitag, 17. März 2017

Honig-Mandel-Duschpeeling mit Birkenknospenextrakt



Die letzten Tage waren frostfrei und trocken. Jetzt wird es Zeit frisches Birkenreisig für einen neuen Besen zu holen. Viele Bäume haben im Winter dicke Äste verloren, an denen ich das Reisig abschneiden kann. Die Herstellung eines solchen Besens ist relativ einfach, es gibt dazu sogar eine Anleitung auf Youtube. Ich hatte mir vor vielen Jahren einen bei einem Besenmacher gekauft, den ich jetzt immer wieder mit frischem Birkenreisig versehe. Die Besen sind nicht nur nützliche, praktische Helfern, sondern sehen auch sehr dekorativ aus. 



Bei dieser Gelegenheit prüfe ich, wann ich mit dem Austrieb der Birken rechnen kann, denn die Knospen sind zu Beginn ihrer Wachstumsphase besonders reich an Wirkstoffen. Da es hier auf der kalten Alb noch gut 4 Wochen bis zu Ernte dauert, verbrauche ich den verbliebenen Birkenknospen-Extrakt vom letzten Jahr, um damit ein durchblutungsförderndes Duschpeeling herzustellen.

Rezept für die Herstellung eines Birkenknospen-Extrakts

Für die Herstellung dieses Extraktes wähle ich eine Kombination aus Alkohol und pflanzlichem Glycerin. Glycerin bindet die Feuchtigkeit, die aus den tiefer gelegenen Hautschichten an die Oberfläche gelangt und verhindert so das Austrocknen der Haut. So wird die hauteigene Barrierefunktion stabilisiert und die Elastizität der Haut erhöht. In Kosmetikprodukten unterstützt Glycerin die Emulgierfähigkeit der Lotion und verbessert die Konsistenz. 

Zutaten 

Zubereitung 

Die Birkenknospen können ab März geerntet werden. Sie sollten noch am gleichen Tag verarbeitet werden. Die frischen Knospen in ein verschließbares Glas füllen, so dass dieses etwa zu einem Drittel gefüllt ist. Jetzt werden die Pflanzenteile mit hochprozentigem Alkohol und Glycerin übergossen, so dass das Glas voll ist und sie gut bedeckt sind. Das verschlossene Glas 2 bis 6 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen. Dann durch ein feines Sieb und nochmals durch einen Kaffeefilter filtern, so dass keine Pflanzenreste im fertigen Extrakt verbleiben. Schließlich in eine dunkle Flasche füllen und beschriften. 

 

Honig-Mandel-Duschpeeling 

Zutaten Fettphase 

 Zutaten Wasserphase 

  • 100 g destilliertes Wasser 
  • 1 Esslöffel Honig 

Zutaten Feuchtigkeitsspender und Tenside

  • 10 g Birkenknospenextrakt 
  • 40 g Betain 

Zutaten Wirkstoffe

Zubereitung 

Mandelöl und Emulsan in einem Becherglas zur Fettphase schmelzen. Vom Herd nehmen und die Sheabutter darin aufschmelzen. Destilliertes Wasser leicht erwärmen und Honig darin auflösen. Betain und Birkenknospenextrakt in einem dritten Glas mischen und sanft auf circa 40 Grad erwärmen. Wasserphase in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Fettphase einfließen lassen. Nun das Betain-Birkenextrakt-Gemisch in einem dünnen Strahl einfließen lassen. Die ätherischen Öle sowie die gemahlenen Mandeln einarbeiten und rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist. 
Für die Wasserphase kann auch ein Aufguss aus destilliertem Wasser und frischen oder getrockneten Birkenblättern verwendet werden. 

Anwendung 

Das glättende Duschpeeling sollte einmal pro Woche angewendet werden. Es wird gründlich mit kreisenden Bewegungen in die Haut einmassiert und mit klarem Wasser abgespült. So wird die Haut porentief gereinigt und überschüssigen Talg sowie abgestorbene Hautzellen entfernt. Die Haut fühlt sich nach der Anwendung glatt und geschmeidig an und ist gut durchblutet. Bei regelmäßiger Anwendung zeigt sich eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

Sonntag, 12. März 2017

Brennnesseln - die ersten Frühjahrskräuter


Es scheint, als wollte sich der Winter noch nicht verabschieden. In den frühen Morgenstunden liegt immer etwas Schnee und bedeckt die ersten Frühblüher. Zu meiner Freude konnte ich rund um meinen Kompost schon etliche frische Brennnesselblätter entdecken. Sie läuten die Kräutersaison ein und bereichern nicht nur die Ernährung, sondern sind auch eine wunderbare Zutat für die Naturkosmetik. 
Heute möchte ich eine wohlschmeckende Suppe vorstellen, die schnell zubereitet und sehr gesund ist. Nach der Suppe lieben wir Süßspeisen wie zum Beispiel die Rohrnudeln. Die beiden Gerichte ergeben eine gesunde, preiswerte Mahlzeit ohne vorgefertigte Industrieprodukte. 
An dieser Stelle möchte ich das Buch von Gabriele Leonie Bräutigam über Brennnesseln empfehlen. Das inspirierende Buch enthält alle wichtigen Informationen und eine umfangreiche Rezeptsammlung über die Brennnessel. 


Vegane Brennnessel-Lauch-Suppe 

Zutaten 

  • 3 bis 4 Lauchstangen 
  • 5 bis 6 mittelgroße Kartoffeln 
  • 250 g Hafercuisine 
  • 15 bis 20 junge Brennnesselblätter 
  • 500 g Gemüsebrühe 
  • Sonnenblumenöl zum Anbraten 

Zubereitung 

Den Lauch putzen, in feine Ringe schneiden und in etwas Sonnenblumenöl leicht anbraten. Brennnesselblätter waschen, trocken tupfen und mit dem Lauch kurz anbraten. Kartoffeln schälen und klein schneiden. Mit Gemüsebrühe aufgießen und Kartoffeln zugeben. Im geschlossenen Topf für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Vom Herd nehmen und Hafercuisine einrühren. Die Suppe kann auch püriert werden, wir mögen sie lieber „stückig“. 



Rohrnudeln in der Pfitzauf-Form 

Zutaten 

  • 350 g Mehl 
  • ½ Würfel Hefe 
  • 1 Ei 
  • 150 g lauwarme Milch 
  • 50 g Zucker 
  • 60 g Butter für den Teig 
  • 1 Prise Salz 
  • 20 g Butter für die Form 

Zubereitung 

Ich bevorzuge frische Hefe und lasse die in einem Vorteig angehen. 
Die Milch in einem kleinen Topf erwärmen und die 60 g Butter darin zerlassen. 
Das gesamte Mehl in die Rührschüssel sieben, in der Mitte eine Grube machen und die Hefe hineinbröseln. Etwas von der warmen Milch mit der zerlassenen Butter über die Hefe schütten. Dann noch 2 Esslöffel Zucker dazu, etwas umrühren und schon ist der Vorteig fertig. Der wird nun für 15 Minuten an einem warmen Ort gehen gelassen, bis er kleine Bläschen bildet. 
Dann werden das Ei, der restliche Zucker und die Prise Salz zugegeben und der Teig nochmal kräftig geknetet, bis er geschmeidig ist und sich leicht von der Rührschüssel löst.
Von diesem Teig forme ich gleichgroße Kugeln und setze diese in die gebutterte Pfitzauf-Form. 
Jetzt können die Rohrnudeln an einem warmen Platz für gut eine Stunde aufgehen, bevor sie im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) für 20 Minuten gebacken werden. 
Wir lieben die Rohrnudeln warm mit Vanillesoße und selbstgemachtem Kompott.

Montag, 6. März 2017

Strahlendes Weiß durch Wäscheblau

Auf einem Flohmarkt entdeckte ich einen Lagerbestand eines aufgelösten „Tante-Emma-Ladens“. Darunter war auch eine Schachtel voller kleiner Tüten mit Wäscheblau. Der Verkäufer klärte mich dann über die Verwendung auf. Ich bin heute noch froh, dass ich die ganze Schachtel gekauft habe, denn der Preis war lächerlich und die Ausbeute reicht noch für Jahre. Zwischenzeitlich habe ich festgestellt, dass Wäscheblau wieder für den Endverbraucher verkauft wird. Das Verpackungsdesign ist dem historischen Vorbild ähnlich. Wäscheblau ist das mineralische Pigment Ultramarin, das die Gegenfarbe zum „Gilb“ ist. Ultramarin absorbiert ultraviolettes Licht und gibt es als sichtbares Licht wieder ab. Das Ergebnis ist strahlend weiße Wäsche. Übrigens werden industriell hergestellten Weißwaschmitteln verschiedene chemische optische Aufheller zugefügt. 
Die Auswahl der ätherischen Öle im nachfolgenden Rezept ist selbstverständlich optional. Zum Spezialsalz für Spülmaschinen möchte ich noch anmerken, dass dieses reines Natriumchlorid ist, also Kochsalz ohne Calciumcarbonat als Rieselhilfe. 


Rezept für ein ökologisches Weiß-Waschmittel

Zutaten 

Zubereitung 

Das Wasser auf ungefähr 50 Grad erwärmen und die Zitronensäure darin auflösen. Speisenatron, Waschsoda, Spezialsalz und Wäscheblau mischen und im warmen Wasser auflösen. Zum Schluss das Betain unterrühren und die ätherischen Öle eintropfen. Ungefähr 25 bis 40 g des Waschmittels in das dafür vorgesehene Fach einfüllen. Ich habe immer ein Portionierglas neben der Waschmaschine stehen, das erleichtert mir das Abmessen. Dieses Waschmittel wäscht nicht nur Weißwäsche wie neu, sondern verleiht Gardinen ein strahlendes Weiß und herrlichen Duft.