Mittwoch, 23. März 2016

Reiniger aus den Schalen von Zitrusfrüchten

Orangen, Mandarinen, Zitronen oder Clemetinen sind sehr lecker und in der Jahreszeit verfügbar, wenn wir ihre Vitamine brauchen. Zitrusfrüchte helfen uns gesund über den Winter zu kommen. Ihre Verwendung in der Küche ist vielfältig und nach dem Verzehr bleiben nur noch die Schalen zurück. Doch diese sind viel zu schade zum Wegwerfen, denn sie können noch vielseitig eingesetzt werden. Die daraus hergestellten Putzmittel riechen nicht nur fruchtig-lecker, sondern haben auch eine hervorragende Reinigungswirkung. Zitrusgewächse schützen ihre Früchte mit einer Schale, die aus mehreren Fruchtwänden besteht. In der äußeren befinden sich Drüsen, die ätherische Öle bilden. Diese dienen der Abwehr von Schädlingen, Pilzen und Bakterien. Der Hauptbestandteil der ätherischen Öle sind Terpene, die fettlösend und desinfizierend wirken. Diese Eigenschaften können wir für ökologische Reiniger nutzen, die selbst hartnäckige Verschmutzungen lösen. Die Terpene werden mit preiswerten, weißen Tafelessig ausgezogen.




Der Zeitaufwand für die Herstellung verteilt sich auf mehrere Arbeitsschritte und ist minimal. Über die Wintermonate hinweg habe ich die angefallenen Schalen immer gleich klein geschnitten und in eines der vorbereiteten Gläser geschichtet. Heute am Frühlingsanfang habe ich die Schalen abgesiebt, den Zitrusessig in Flaschen gefüllt und mir so einen Vorrat angelegt.

Zutaten
Schalen von Zitrusfrüchten aus biologischem Anbau
Weißer Tafelessig mit ungefähr 5 % Säure
1 verschließbares Glas


Die Zitrusschalen von den eventuellen Fruchtresten säubern, grob zerkleinern und in ein Glas geben. Ich verwende gerne Weckgläser, es können aber auch gut ausgewaschene Schraubgläser sein, die ursprünglich als Verpackung gedient hatten. Es sollte jedoch kein Kunststoffbehältnis sein, da die Essigsäure bedenkliche Bestandteile aus dem Kunststoff löst. Mit dem Essig aufgießen, so dass die Schalen gut bedeckt sind. Für mindestens zwei Wochen verschlossen stehen lassen. Um Schimmelbildung zu vermeiden sollte stets darauf geachtet werden, dass die Schalen immer gut mit Essig bedeckt sind. Eventuell muss Essig nachgegossen werden. Nach dieser Reifezeit werden die Schalen herausgesiebt und der Zitrus-Essig in Flaschen gefüllt. Dieser Zitrusreiniger kann pur verwendet werden oder als Basis für weitere Reiniger dienen. 

Montag, 21. März 2016

Selbst gemachte Peelings ohne Mikroplastik

Viele konventionelle Kosmetikprodukte enthalten das umweltschädliche Mikroplastik. Vor allem in Peelings finden sich die winzigen Plastikstückchen. Dabei lassen sich Peelings doch so einfach aus leckeren, frischen Zutaten zubereiten, die umweltfreundlich und gesund sind.

Frühlingsfrisches Mandarinen-Salz-Körperpeeling


Das Peeling reinigt die Haut porentief und entfernt überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen. Die Haut fühlt sich nach der Anwendung glatt und geschmeidig an und ist gut durchblutet. Bei regelmäßiger Anwendung zeigt sich eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

Zutaten


Zubereitung
Die Mandarine waschen und trocken reiben. Dann die Schale der Mandarine mit einem Sparschäler fein abziehen und in kleine Stücke schneiden. Die restliche Mandarine entsaften. Nun werden das Salz, das Aprikosenkernöl, der Mandarinensaft und die klein geschnittenen Mandarinenschalen in eine Schüssel gegeben und gut vermengt. Die fertige Masse kann jetzt in verschließbare Gläser portioniert abgefüllt werden.

Anwendung
Das Peeling sollte einmal pro Woche angewendet werden. Es wird gründlich in die Haut einmassiert und mit klarem Wasser abgespült.




Vitalisierende Kaffee-Peeling-Maske


Selbstgemachte Gesichtsmasken gelten schon lange als Hausmitteln für schöne Haut. Sie werden aus gesunden Zutaten frisch zubereitet. Ob aus Milchprodukten, Obst, Gemüse und Honig - Gesichtsmasken sind wahre Schönheitsspender.
Für diese Maske verwende ich keinen Kaffeesatz, da ich glaube, dass das wasserlösliche Koffein zum größten Teil beim Aufbrühen in den Kaffee eingebracht wurde. Daher habe ich dieses Rezept entwickelt, das sowohl die wasser- als auch die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Kaffeebohne enthält.

Zutaten

  • 5 Teelöffel gemahlene Kaffeebohnen
  • 30 g Wasser
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 Esslöffel Kakaobutter

Zubereitung

Die Kaffeebohnen fein mahlen und in eine Tasse füllen. Das Wasser aufkochen und ungefähr 95 Grad heiß über das Kaffeepulver brühen. Dann für etwa 5 Minuten ziehen lassen, dann ist der Kaffeeaufguss soweit abgekühlt, dass der Honig und die Kakaobutter damit verrührt werden können. Die Kakaobutter sollte in den noch sehr warmen Kaffeesatz einschmelzen. Vor dem Auftragen sollte die Maske noch ein paar Minuten ziehen, damit das Kaffeepulver quellen kann.

Anwendung
Die Masse auf dem gereinigten Gesicht verteilen und dabei die Augen aussparen. Für etwa 20 bis 30 Minuten einwirken lassen. Danach unter kreisenden Bewegungen mit warmen Wasser abnehmen, um den Peeling-Effekt des Kaffees zu nutzen.

Das Gesicht ist nun gut durchblutet, wirkt strahlend frisch und ist bereit für eine pflegende Creme.

Mittwoch, 16. März 2016

Gesundheitsgefährdende Schadstoffe immer noch in Feuchttüchern

Heute erreichte mich ein Link zu diesem Youtube-Video vom Öko-Test-Verlag: Gesundheitsgefährdende Schadstoffe gehören nicht an zarte Babyhaut! 

Dabei ist es so einfach, auf gekaufte Feuchttücher zu verzichten. 
Seit einigen Jahren schon haben sich die Feuchttücher zur Reinigung des Windelbereichs durchgesetzt.
Die komfortablen Tücher werden auch gerne zum Reinigen von Mund und Händen eingesetzt. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Inhaltsstoffe der gängigen Babyfeuchttücher nachgeschlagen. Alle enthielten Erdölprodukte, viele waren parfümiert und fast alle waren mit Phenoxyethanol konserviert.
Mit geschickten Umschreibungen verstehen es die Hersteller ihre Produkte anzupreisen. Zum Beispiel: „besonders sanft und reißfest“ oder „mit rein pflanzlichen Waschsubstanzen“, was nicht bedeutet, dass sich keine Alkoholverbindungen, Konservierungsstoffe oder Parfüme in den Feuchttüchern befinden. Sehr raffiniert ist die Aussage: „ohne allergieverdächtige Duftstoffe und ohne ätherische Öle“. Hier sind also künstliche Duftstoffe zum Einsatz gekommen, bei denen noch keine allergischen Reaktionen nachgewiesen werden konnten. Alle Inhaltsstoffe der Feuchttücher verbleiben für viele Stunden auf der Haut, daher ist die Auswahl der Zutaten besonders wichtig! Die Feuchttücher können zum Glück leicht ersetzt werden. Wie einfach gesunde Bio-Kosmetik für die Baby- und Kinderpflege hergestellt werden kann, stelle ich in meinem Buch "Baby- und Kinderpflege - natürlich selbst gemacht", erschienen im Freya Verlag, vor.