Samstag, 30. Mai 2015

Vegane Avocadocreme mit Knoblauchsrauke

An den Wegrändern ist die Knoblauchrauke schon längst hochgeschossen und verblüht. Doch in den schattigen Wäldern ist sie noch jung und zart. Ich schätze das milde Knoblaucharoma sehr und verwende die Blätter der Knoblauchsrauke gerne als Salatbeigabe.

Ich möchte hier ein ebenso einfaches wie leckeres veganes Rezept vorstellen. Die Creme eignet sich hervorragend als Brotaufstrich oder als Dip zu Pellkartoffeln. Mit etwas mehr Sojasahne wird die Creme zur Pasta-Soße.


Zutaten

  • 2 reife Avocados
  • 10 kleine Blätter Knoblauchsrauke
  • 50 g Sojasahne
  • 1 Stiel Zitronenthymian
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • Saft einer halben Zitrone
Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen. Die Knoblauchrauke und den Zitronenthymian mit der Kräuterwiege klein schneiden. Zusammen mit den anderen Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Creme verarbeiten.

Mittwoch, 27. Mai 2015

10 Jahre Seifen sieden

Seit nunmehr 10 Jahren siede ich meine Seifen selbst. Tagtäglich verwende ich sie vor allem zum Filzen. In meiner Anfangszeit habe ich mich vorsichtig an die Herstellung und Zusammensetzung der Zutaten herangetastet, neue Rezepte entwickelt und die Herstellung verbessert. Damals habe ich mich schon gefragt, ob ich irgendwann wieder auf gekaufte Produkte zurückgreifen werde. Doch das Gegenteil trat ein: die Fülle der Möglichkeiten sind selbst heute noch nicht ausgeschöpft. Zudem habe ich wieder Themen aufgegriffen, die mich bereits als junge Frau interessierten. Die „Hobbythek“ gehörte in den frühen 80er Jahren zu den Sendungen, die ich nie versäumte. Da ich damals wie heute keinen Fernseher besitze, besuchte ich immer meine Großmutter, um mit ihr gemeinsam den Pionier des Do-it-yourself Jean Pütz zu sehen. Seine Philosophie hat mich nachhaltig geprägt. In unserem Haushalt gibt es nur selbstgemachten Joghurt, umweltfreundliche und teilweise selbst hergestellte Putzmittel, selbstgerührte Kosmetik und vieles mehr. Eben die Dinge, die uns Jean Pütz auf seine unterhaltsame Art nähergebracht hat. Auch wenn ich gerade beim Filzen auf die Seife nicht verzichten kann, so versuche ich doch viele Bereiche der Körperpflege noch natürlicher zu gestalten. In diesem Sinne möchte ich das folgende Rezept vorstellen:

Badezusatz aus Kastanienblüten

Alle Teile der Rosskastanie sind reich an Saponinen, pflanzliche Glycoside, das sind waschaktive Substanzen, die in Verbindung mit Wasser einen natürlichen Schaum bilden. Eines der Saponine, die in der Rosskastanie enthalten sind, ist das Aescin. Dieses wirkt entwässernd und gewebefestigend bei Ödemen und Krampfadern, lindert Hämorrhoiden und fördert die Durchblutung.
Die Blüten sind nicht so wirkstoffhaltig, wie Rinde und Früchte, doch sie duften ganz herrlich und machen das Bad zum sinnlichen Erlebnis.

Zubereitung
Die frisch geernteten Kastanienblüten in ein Kräutersäckchen füllen. Dieses ins einlaufende Badewasser hängen und nach dem Bad wieder entfernen. Man kann aber auch einen Sud aus den Blüten herstellen und diesen ins Badewasser schütten.
Für ein Fußbad werden die Blüten einfach in eine Waschschüssel mit heißem Wasser gelegt und dort 10 Minuten ziehen gelassen. Sobald das Bad abgekühlt ist werden die Füße darin für 10 bis 20 Minuten gebadet. Danach müssen die Füße, besonders die Zehenzwischenräume mit einem Handtuch gut getrocknet werden. Nun sind sie bereit für die Pflegebehandlung mit einer Fußcreme.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Putzlappen aus Flachsbindfaden


Die „Gartenlaube“ war von 1861 an über viele Jahrzehnte ein beliebtes illustriertes Familienblatt, das man heute durchaus mit Haus- und Gartenzeitschriften vergleichen kann. Für mich ist die „Gartenlaube“ nicht nur der Spiegel der damaligen Gesellschaft, sondern auch eine Quelle der Inspiration. Neben Fortsetzungsromanen, Neuigkeiten aus den Adelshäusern und allerlei Kurzweil gab es auch stets einen wertvollen Ratgeber für die Hausfrau. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es nicht als Zeichen der Armut galt, wenn scheinbar wertlose Dinge wieder eine neue Verwendung fanden. Vielmehr wurde die Frau als geschickte Verwalterin der Familie gepriesen, wenn sie umsichtig haushalten konnte. Unter anderem wird gezeigt, wie man aus gebrauchten Paketschnüren Putzlappen häkeln kann. 

Diese Idee habe ich aufgegriffen – zwar habe ich keine gebrauchten Schnurreste verwendet und auch das Muster habe ich abgeändert, jedoch der Grundgedanke war derselbe. Es entstanden schöne, preiswerte Putztücher mit hohem Gebrauchswert. Für die Putzlappen habe ich verzwirnten Flachsbindfaden verarbeitet. Dieser lässt sich gut waschen und ist ein biologisch abbaubares Naturprodukt. 

Sehr schöne Putzlappen häkelt Andrella, bei ihr kann man auch die entsprechende Anleitung kaufen.
http://www.andrellaliebtanleitungen.de/epages/64626408.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64626408/Products/ebook011D