Donnerstag, 8. Januar 2015

„Ein Männlein steht im Walde“ - Hagebutten


Entlang der Wege auf der Schwäbischen Alb blühen im Frühjahr die wilden Hundsrosen. Im Spätherbst habe ich während meiner Spaziergänge immer wieder ihre Früchte, die Hagebutten gesammelt. Zuhause habe ich sie dann gewaschen, die Blüten-und Stielansätze entfernt und eingefroren. Nun habe ich genügend Früchte, um daraus eine leckere Marmelade zu kochen. Schon als Kind habe ich diese Marmelade geliebt. Doch vor dem Genuss habe ich gemeinsam mit meiner Urgroßmutter und meiner Oma in mühevoller Arbeit die Kerne entfernen müssen. Nun habe ich gelesen, dass die „Flotten Lotte“ diesen Arbeitsgang erspart. Die Hagbutten werden weichgekocht und mit Hilfe des Passiersiebs entkernt. Im Garten lagen noch einige Äpfel unter den Bäumen, die ich ausgeschnitten und mitverarbeitet habe: 

Rezept Hagebuttenmarmelade 
  • 750 g Hagebutten 
  • 500 g geschälte Apfelstücke 
  • 250 g Apfelsaft oder Orangensaft 
  • 1 Vanilleschote 
  • 1 Zitrone 

Die Hagebutten und Apfelstücke im Apfelsaft bzw. Orangensaft weichkochen. Die Masse durch das Passiersieb streichen. Etwas von der Zitronenschale abreiben und den Saft der Fruchtmasse beimengen. Das Mark aus der Vanilleschote lösen und ebenfalls unterrühren. Gelierzucker einrühren und nach Vorschrift aufkochen. Die heiße Marmelade in saubere Gläser füllen. Die Hagebuttenkerne habe ich dann getrocknet und grob gemahlen, um sie als Peeling in einer Wildrosen-Seife zu verarbeiten.