Mittwoch, 1. Januar 2014

Neujahrswanderung zu den Offnethöhlen

Der ungewöhnlich warme Neujahrstag verlockte uns zu einer Wanderung in das Nördlinger Ries. Unser Ziel waren die Offnethöhlen, wo die Sonne das trockene Wintergras in ein warmes Ockergelb tauchte. An den kahlen Schlehenbüschen hingen noch viele dunkelblau-glänzende Früchte, die wir unbedingt ernten mussten, um einen Likör davon anzusetzen. Die Gerbstoffe, die einen pelzigen Geschmack auf der Zunge hinterlassen, sind nach dem wiederholten Frost aus den Früchten zurück in den Strauch gezogen worden. Jetzt sind die Schlehen relativ mild und haben dennoch viel Saft.

Hier ein weiteres Rezept für Schlehenlikör
  • 500 g Schlehen, die nach dem ersten Frost gesammelt wurden
  • 200 g brauner Kandiszucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kleine Zimtstange
  • 1 bis 2 Sternanis
  • 500 g Weinbrand oder Wodka
  • 100 g Wasser

Die Schlehen waschen und trocken tupfen. Die Früchte abwechselnd mit dem Kandis in ein großes Einmachglas schichten. Das Wasser erhitzen und heiß über die Schlehen und den Zucker gießen. Eine Nacht stehen lassen, damit sich der Zucker auflösen kann und die Früchte aufplatzen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zusammen mit Sternanis und Zimtstange ins Glas geben. Nun wird der Weinbrand bzw. Wodka eingefüllt und das Glas verschlossen. Nach vier bis sechs Wochen Reifezeit an einem warmen Fensterplatz kann der Likör gefiltert und in schöne Flaschen gefüllt werden.