Samstag, 19. Oktober 2013

Tinte aus Schopftintlingen

Schon ab Ende September konnten wir in diesem Jahr an Waldrändern und in Wiesen größere Gruppen von Tintlingen finden.  Es ist sehr auffällig, dass die Pilze ihre Erscheinung binnen weniger Tage verändern und das zunächst weiße Fleisch schnell schwarz zerfließt. In zahlreichen alten Pilzbestimmungsbüchern fanden wir den Hinweis, dass sich der Pilz zur Herstellung von Schreibtinte eignet. Jedoch konnten wir nur die Auflistung der Zutaten ohne konkrete Rezeptur finden. Also haben wir ein wenig probiert, bis wir mit diesem Rezept eine gut funktionierende Schreibtinte herstellen konnten. 

4 bis 5 Schopftintlinge für etwa 3 Tage in eine Schale legen. Die so ausgelaufene schwarze Flüssigkeit durch ein Sieb filtern, um die verbliebenen Pilzrückstände zu entfernen. Einen gestrichenen Teelöffel  Gummi Arabicum Pulver in 20 ml Wasser auflösen und rühren, bis ein zäher Brei entsteht. Diesen tropfenweise in die Tinte einrühren, bis die Konsistenz etwas dicker wird. Für einen feinen Duft und die nötige Konservierung sorgen ein paar Tropfen ätherischen Öls. Hier eignen sich besonders Wachholderöl, Nelkenöl, Lavendel und Salbei.

Freitag, 21. Juni 2013

Beinwellspinat

Der sehr bereitwillig wachsende Beinwell wird bei mir zweimal im Jahr geerntet. Zum einen im Frühjahr die Blätter, um die Wildkräuterküche zu bereichern und im Herbst die Wurzeln zur Herstellung von Naturkosmetik. Zwar sollte man den Beinwell wegen der Pyrrolizidinalkaloide, die in geringen Mengen enthalten sind, nicht regelmäßig als Nahrungsmittel zu sich nehmen, jedoch ist gegen gelegentlichem Verzehr in angemessenen Mengen nichts einzuwenden. Frische Beinwellblätter weisen einen sehr hohen Proteinanteil auf und bereichern meine vegetarische Küche.
 
Beinwellspinat mit Tomaten 


Zutaten:
  • 500 g frischer Blattspinat
  • 100 g frische Beinwellblätter
  • 300 g Tomaten
  • 200 g Sahne
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken



Zubereitung:

Die Beinwellblätter und den Blattspinat waschen und in grobe Streifen schneiden. Tomaten schneiden und in Olivenöl anbraten. Mit der Sahne ablöschen und aufkochen lassen. Die geschnittenen Beinwell- und Spinatblätter dazugeben und unterrühren. Bei geringer Hitzezufuhr kochen lassen bis die Blätter weich sind.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken.  Dazu passen Kartoffeln und Spiegeleier. Mit etwas mehr Sahne gekocht kann der Spinat auch gut als Soße zu Pasta gegessen werden. 

Dienstag, 12. März 2013

Gestrickte Spültücher

 
Warum sollte ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, der für wenig Geld erhältlich ist selbst gefertigt werden? Spültücher selbst zu stricken lohnt sich auf jeden Fall, denn optisch sind sie über jeden Zweifel erhaben. Noch nie konnte man behaupten, dass Putztücher eine Zierde waren - sie wurden eher versteckt.
Handgestrickte Putztücher sind auch als Geschenk eine wunderbare Ergänzung zu meinen handgesiedeten Naturseifen. Gefertigt werden sie aus herrlicher weicher, reiner Baumwolle von Coats. Das kochfeste Material ist sehr gut waschbar, für Wäschetrockner geeignet und daher überaus hygienisch. Beim Saubermachen liegen sie gut in der Hand, fühlen sich gut an und reinigen hervorragend. Auch Anfänger und Wenigstricker wie ich können sich daran versuchen, denn Puppets Lyric lässt sich sehr  gut verarbeiten. Die hier abgebildeten habe ich in Perlmuster - 2 rechte, 2 linke Maschen, jede 2. Reihe versetzt - gestrickt.