Mittwoch, 23. Mai 2012

Birkenhaarwasser


Jetzt treiben die Birken ihre frischen Blätter aus. Diese werden von mir noch ganz jung geerntet und für einen Tag auf einem Leinentuch getrocknet. Diese angetrockneten Birkenblätter schichte ich in ein Schraubglas und übergieße sie mit starkem Wodka oder Doppelkorn, bis die Blätter ganz bedeckt sind. Das Glas wird dann gut verschlossen an einem warmen, dunklen Platz für 4 Wochen gelagert. Der Alkohol nimmt in dieser Zeit immer mehr Farbe an. Nach der Reifezeit wird die Tinktur durch einen Kaffeefilter in eine gut verschließbare Flasche gefüllt. Die Birkentinktur ist dann die Grundlage für ein wirksames Haarwasser, das die Schuppenbildung verringert, gegen Schuppenflechten und fettiger Kopfhaut sowie gegen Haarausfall hilft. Brennnesseln fördert die Durchblutung der Kopfhaut und unterstützt den Haarwuchs. Der Auszug aus Brennnesselblättern ist recht schnell gemacht. Die nun überall üppig wachsenden jungen Brennnesselblätter sammeln und mit warmen, destilliertem Wasser übergießen. Diesen wässrigen Auszug gut filtern, damit keine kleinen Pflanzenteile zurückbleiben. Das Klettenwurzelöl hält Haare und Kopfhaut gesund und fördert so den Haarwuchs.

Zutaten
60 g Birkenwasser (Auszug der Blätter in Alkohol, wie oben beschrieben)
100 g Brennnesselauszug
5 Tropfen Teebaumöl
5 Tropfen Lavendelöl
10 g Klettenwurzelöl

Zubereitung
Alle Zutaten in eine Sprühflasche füllen und vor jedem Gebrauch schütteln.
Anwendung
Nach jeder Haarwäsche auf der feuchte Kopfhaut verteilen und kurz einmassieren.

Sonntag, 13. Mai 2012

Schöllkraut

Das Schöllkraut blüht recht unscheinbar an Mauern oder Wegesrändern und wird oft für Unkraut gehalten. Hier im Stuttgarter Schlosspark hat es sich aber eine sehr schöne alte Treppe ausgesucht und sticht so richtig ins Auge. Schöllkraut wird gegen viele Leiden eingesetzt, jedoch ist seine Wirkung gegen Warzen die bekannteste. Für eine direkte Behandlung gegen Warzen wird der orangene Saft aus den Stängeln des Krautes gepresst. Dazu wird der Stängel durchbrochen und zwischen Daumen und Zeigefinger genommen. Durch Abstreifen tritt dann der Schöllkrautsaft aus und kann aufgefangen werden. Es ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Saft ist stark reizend. Daher empfiehlt sich eine Weiterverarbeitung zur Tinktur, die in eine Salbe eingerüht wird. Für die Herstellung der Tinktur werden die oberiridischen, klein geschnittenen Pflanzenteile verwendet. Dieses Rezept ich hier vorstellen möchte:


Schöllkrautsalbe gegen Warzen 
Zutaten 
20 g Olivenöl 
10 g Lanolin 
5 g Bienenwachs 
10 g Schöllkrauttinktur 

Zubereitung 
Olivenöl, Lanolin und Bienenwachs sanft erwärmen bis die Fette klar geschmolzen sind. Dann vom Herd nehmen und die Schöllkrauttinktur einrühren. In saubere, verschließbare Behältnisse füllen und abkühlen lassen. 

Anwendung 
Die Salbe wird zwei mal täglich dünn auf die Warzen aufgetragen bis sich diese auflösen.