Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mittwinter-Seife


Mitten im Winter sind frische Kräuter rar und daher siede ich jetzt feine Seifen aus hochwertigen Ölen ohne Kräuterzusätze. Mein Mann und meine Söhne brauchen wieder Rasierseife, also wird meine diesjährige Mittwinter-Seife eine klassische Komposition aus Oliven- und Lorbeeröl. Diese Öle unterstützen die Selbstregulierungskräfte der Haut, wirken vitalisierend und durchblutungsfördernd. Das Rizinusöl sorgt für ein hervorragendes Aufschäumen, die Sheabutter pflegt die Haut, um Irritation nach der Rasur vorzubeugen. Das ätherische Lorbeeröl duftet nicht nur angenehm würzig, sondern wirkt auch antiseptisch.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ligusterbeerenfärbung


Die dünnen Zweige der Ligustersträucher sind nun kahl - nur an den Enden hängen die fast schwarzen Beeren in schweren Trauben. Der erste Frost war schon da, also können sie geerntet werden. Jedoch sollte man Vorsicht walten lassen, denn die Beeren sind giftig, der Verzehr kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Leibschmerzen führen. Menschen mit empfindlicher Haut sollten bei der Ernte Handschuhe tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Auf jeden Fall sollten die Hände danach gut gewaschen werden! Ich habe eine verwilderte Hecke gefunden, die schon lange nicht mehr geschnitten wurde und somit große Mengen Beeren ausreifen konnte. In kurzer Zeit haben mein Mann und ich 2 kg Beeren sammeln können. Obwohl sie schon Frost abbekommen hatten, habe ich sie nochmals eingefroren. Ich vermute, dass beim Gefriervorgang die Zellwände durch die Eiskristalle zerstört werden und so der Farbstoff besser austreten kann. Das Ergebnis war ein schöner kühler Blauton.

Donnerstag, 24. November 2011

Lippenpflege

Der November neigt sich dem Ende zu; am Morgen kämpft sich die Sonne durch den Nebel, der gefroren an den Bäumen und Dächern hängt, denn die sternenklaren Nächte sorgen für ordentlich Frost. Am frühen Nachmittag genieße ich die sonnigen, trockenen Novembertage und mache ausgedehnte Spaziergänge. Zum Schutz gegen rissige und spröde Lippen habe ich mir diese wohlschmeckende Pflegecreme gerührt:

Lippenpflegecreme Zutaten
  • 3 g kaltgepresstes Kokosöl
  • 1 g Lanolin
  • 3 g kaltgepresstes Aprikosenkernöl
  • 2 g Jojobaöl
  • 1 g Bienenwachs
  • 1 g Honig
Zubereitung
Jojobaöl, Lanolin, Bienenwachs, Honig und Aprikosenkernöl sanft schmelzen, bis die Mischung klar ist. Vom Herd nehmen und Kokosöl darin aufschmelzen. In kleine Dosen füllen und zum Aushärten in den Kühlschrank stellen.

Montag, 21. November 2011

Schlehen-Quitten-Apfel-Gelee



Zutaten
  • 1 kg Schlehen
  • 1 kg Äpfel
  • 1 kg Quitten
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 Vanillestange
  • Gelierzucker
Zubereitung Früchte putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Die Quitten und Äpfel in Stücke schneiden. Zitrone auspressen und fein schälen. Schlehen, Apfel- und Quittenstücke, Vanillestange, Zitronenschale- und saft bei mittlerer Hitze mit dem Wasser zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze und unter gelegentlichem Umrühren eine Stunde kochen lassen. Die so weichgekochte Fruchtmasse durch ein sauberes Nesseltuch über Nacht abtropfen lassen. Am nächsten Tag den Saft abmessen, mit der entsprechenden Menge Gelierzucker mischen und nach Vorschrift aufkochen lassen. Das Gelee in saubere Gläser füllen und verschließen.

Donnerstag, 17. November 2011

Schlehen - wilde Pflaumen



Ein wunderschöner Morgen, der Nebel ist über Nacht gefroren. Der Raureif überzieht die Landschaft und glitzert in der Sonne Jetzt ist die beste Zeit, um die Früchte der umliegenden Schlehdornsträucher zu ernten. Die Sträucher haben die Blätter schon abgeworfen und zurück bleiben die blauen Früchte. Der einsetzende Frost hat bewirkt, dass der hohe Gerbstoffgehalt (Tannin) der Frucht gesenkt wird und sie dadurch milder werden. Manchmal findet man den Hinweis, der Gerbstoffgehalt von Schlehen würde sinken, wenn man sie einfriert. Das stimmt nicht, denn nur bei Frost am Strauch wird der Gerbstoffgehalt enzymatisch abgebaut. Jedoch friere ich sie nach der Ernte nochmals ein, weil dann der Saft besser austritt. Die Schlehen können auch vor der Verwendung eingestochen werden, um die Saftgewinnung zu steigern. Es sollte jedoch verhindert werden, dass der Kern zerstoßen wird, da die Kerne von Schlehen wie alle Steinobstarten cyanogene Glykoside enthalten. Dabei handelt es sich um Zuckerverbindungen, die hochgiftige Blausäure freisetzten können.
Schlehenlikör

Zutaten


  • 500 g Schlehen
  • 1 Stange Zimt
  • Schale von einer ungespritzten Orange
  • 6 Gewürznelken
  • 1 Vanilleschote
  • 0,7 Liter Wodka oder Korn
  • 250 g Kandiszucker
Zubereitung Alle Zutaten in eine saubere Flasche geben, mit Wodka bzw. Korn übergießen und gut verschließen. Sechs bis acht Wochen an einem warmen Ort ruhen lassen. Gelegentlich etwas schütteln, damit der Zucker sich besser löst. Dann kann der Likör gefiltert und umgefüllt werden.

Dienstag, 1. November 2011

Blutpflaumenfärbung


Ich muss gestehen, dass die Blutpflaume für mich immer nur ein Zierstrauch war, der zwar schön anzusehen, aber ansonsten nutzlos ist. Nun wurde ich eines Besseren belehrt, denn die Blätter der Blutpflaume färben Textilfasern wunderbar satt olivgrün. Im Nachbargarten steht ein Prachtexemplar von einer Blutpflaume und der Wind wehte in diesen Tagen die letzten Blätter vom Baum. Mein Nachbar wunderte sich schon, als ich ihm anbot das Laub zu rechen und schnell war mein Färbetopf voll. Die 200 g alaungebeizte Schurwolle habe ich zusammen mit 400 g Blätter in den Topf geschichtet, mit Wasser bedeckt und sanft auf 40 Grad erwärmt. Danach habe ich alles zusammen für 2 Tage ziehen lassen und ab und zu mal umgerührt. Schließlich habe ich die gefärbten Wollstränge aufgehängt, damit die Blätter abfallen können. Nun kann die Wolle gewaschen und getrocknet werden. Conny hat mir dann ganz wunderbare Socken aus der Wolle gestrickt. Danke!

http://www.trouw.de/sockentausch.htm

Donnerstag, 28. Juli 2011

Fußpflege

Bimsmehl Fuß Peeling-Bar
Da ich von der Herstellung meiner Bimsmehl-Lavendel-Seife noch Bimsmehl übrig hatte, habe ich dieses zu einem Fuß-Peeling verarbeitet. Diese feste Creme rubbelt sanft die lästige Hornhaut von den Füßen. Besonders wirkungsvoll ist sie, wenn vor der Behandlung ein Fußbad genommen wurde. Als Badezusatz empfehle ich Totes Meersalz mit ein paar Tropfen ätherischem Rosmarinöl und Lavendelblüten.

Zutaten
30 g Kakaobutter
20 g Jojobaöl
100 g Bimsmehl
5 Tropfen ätherisches Zitronengrasöl
2 Tropfen ätherisches Zitronenöl
2 Tropfen ätherisches Minzöl

Zubereitung
Das Jojobaöl sanft erhitzen und die Kakaobutter darin schmelzen lassen. Das Bimsmehl in die noch warme Masse einrühren. Zum Schluss die ätherischen Öle hinzufügen. Die fertige Creme noch im warmen Zustand in Silikonförmchen gießen und in den Kühlschrank stellen. Nach dem Aushärten in Folie packen und kühl lagern.

Anwendung
Die dem festen Peeling-Bar die Füße sanft massieren, kurz abspülen und trocken tupfen.

Zum Abrunden der Fußpflege darf eine Fußcreme nicht fehlen:

Beinwell-Fußcreme

Zutaten Fettphase
20 g Beinwell-Ölauszug
10 g Sheabutter
2 g Bienenwachs
8 g Emulsan

Zutaten Wasserphase
60 g Lavendelwasser oder wässrigen Auszug aus Lavendelblüten

Zutaten Wirkstoffphase
2 Tropfen ätherisches Zitronengrasöl
2 Tropfen ätherisches Lavendelöl
2 g Urea

Zubereitung
Einen Ölauszug aus Beinwellwurzel in Olivenöl herstellen. Emulsan und Bienenwachs im Beinwell-Ölauszug sanft erwärmen bis die Fettphase klar geschmolzen ist. Dann vom Herd nehmen und die Sheabutter einrühren. Das Lavendelwasser zusammen mit dem Urea erwärmen und dieses darin auflösen. Die leicht erwärmte Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis Handwärme erreicht ist. Danach die ätherischen Öle beifügen. Mit dem Spatel rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist.

Jetzt sind die Füße gut durchblutet, die Haut fühlt sich zart an und das angenehme Gefühl entspannt den ganzen Körper.

Freitag, 22. Juli 2011

Waffeln mit Walderdbeeren


Zutaten  
125 g weiche Butter oder Margarine
100 g Zucker  
6 Eigelb
6 Eiweiß
250 g Mehl
250 g Milch  
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Vanillezucker
Etwas Fett für das Waffeleisen  

Zubereitung  
Butter zusammen mit dem Zucker, den Eigelben und dem Vanillezucker schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch löffelweise einrühren. Die Eiweiße steif schlagen und unter den Teig heben. Den fertigen Teig ungefähr eine halbe Stunde ruhen lassen. Danach im erhitzten Waffeleisen mit etwas Fett ausbacken. Mit den gewaschenen Walderdbeeren und geschlagener Sahne frisch servieren.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Holunderblütenkuchen


In diesem Frühjahr ist das Wetter so extrem mild, dass die Natur förmlich explodiert. Selbst her auf der rauen Alb stehen die Holunderbäume seit einer Woche in herrlicher und verschwenderischer Blütenpracht. Wie in jedem Jahr fange ich das betörende Aroma der Holunderblüten als Gelee ein, um auch noch im kommenden Winter davon zu zehren. In einem alten Kochbuch habe ich ein Rezept gefunden, das ich ausprobiert habe. Der Kuchen ist in der Zubereitung recht einfach und schmeckt sehr lecker. Für noch mehr Holunderblüten-Geschmack sorgt Holunderblütensahne, die man mit dem Kuchen zusammen reichen kann. Die Herstellung ist nicht aufwändig: Die Holunderblütendolden abschütteln, in eine verschließbare Schüssel geben und mit Schlagsahne übergießen. Über Nacht geschlossen im Kühlschrank stehen lassen. Vor dem Schlagen der Sahne die Holunderblüten abseihen.

Sonntag, 1. Mai 2011

Straffende Peeling-Massage-Butter


In diesem Jahr ist der Frühling besonders sonnig, warm und trocken. Schon am 1. Mai zeigen sich die ersten Maiglöckchen und verzaubern den Wald mit ihrem betörenden Duft. Jetzt wird es Zeit die Haut zu verwöhnen. Diese Peeling-Butter eignet sich besonders gut, um von Orangenhaut betroffene Körperpartien zu behandeln. Sie fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel an den behandelten Körperstellen und wirkt so der Cellulitis entgegen - die Haut wird zart und geschmeidig.
Zutaten

25 g Jojobaöl
10 g Mandelöl

30 g kaltgepresste Sheabutter
30 g Kakaobutter

5 g Wildrosenöl

2 bis 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl

2 bis 4 Tropfen ätherisches Zitronenöl
10 g gemahlene Mandeln

10 g gemahlener Mohnsamen


Zubereitung
Jojobaöl und Mandelöl sanft schmelzen, bis die Mischung klar ist. Vom Herd nehmen und Sheabutter und Kakaobutter darin aufschmelzen. Das Wildrosenöl und die ätherischen Öle unterrühren. Zum Schluss die gemahlenen Mandeln und den Mohn einrühren. In kleine Formen füllen und zum Aushärten in den Kühlschrank stellen. Nach dem Ausformen in Frischhaltefolie einpacken und kühl aufbewahren. Die Massagebutter kann auch gut eingefroren werden und bleibt so lange haltbar.

Anwendung
Mit der Peelingbutter wird nach der Dusche oder dem Bad die noch warme, nasse Haut massiert. Danach kurz abspülen und trockentupfen - ein weiteres Eincremen ist überflüssig.


Mittwoch, 13. April 2011

Bärlauchpaste

Endlich ist es wieder soweit - der Frühling hält Einzug und mit ihm wächst der Bärlauch. Dieses Jahr reift der Bärlauch so früh wie nie hier im Ostalbkreis. Rund ums Goldbächle haben wir schon vor Wochen den unverkennbaren Geruch des Bärlauchs ausgemacht. Letztes Jahr haben wir beim Sammeln eine nette ältere Dame getroffen, die uns eine gute Empfehlung zur Konservierung des Bärlauchs verraten hat. Sie stellt immer eine Bärlauchpaste her, deren Aroma dem frischen Bärlauch in nichts nachsteht. Diese wird eingefroren und so kann man das ganze Jahr tolle Gerichte mit frischem Bärlauch herstellen. Dieses Rezept möchte ich hier weitergeben: