Dienstag, 21. Dezember 2010

Mittwinter und Vollmond

Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken Massagekerzen selbst herzustellen. Daher habe ich mich mit der Zusammensetzung der Rohstoffe auseinandergesetzt. Der Schmelzpunkt der gewählten Öle ist so niedrig, dass man sich nicht verbrennen kann, dennoch sollten sie bei Raumtemperatur fest sein. Ein häufiger Grundbestandteil bei gekauften Massagekerzen ist Sojawachs - Sojaöl, das durch Hydrierung und unter Druck bei hohen Temperaturen verfestigt wird. Meiner Meinung nach mag dies bei der Kerzenherstellung sehr brauchbar sein, aber zur Hautpflege verwende ich lieber kaltgepresste Öle. Gewählt habe ich Jojobaöl, ein flüssiges Wachs, das bereits bei einer Temperatur um 10 Grad fest wird und sich aber wieder bei höheren Temperaturen ohne Qualitätseinbußen verflüssigt. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Hautverträglichkeit aus, zieht sehr gut ein und macht die Haut geschmeidig. Außerdem naturbelassenes, gelbes Bienenwachs, verschiedene Pflanzenbutter und milde Öle, die gut von der Haut aufgenommen werden. Die hier vorgestellten Rezepte enthalten Mango- und Kakaobutter, können aber durch Sheabutter oder kalt gepresstes Kokosfett ersetzt werden.
Die Wahl der ätherischen Öle ist Geschmackssache und sollte darauf abgestimmt werden, welchen Effekt man erzielen möchte. Mir erscheint die Einsatzmenge von 20 Tropfen auf 35 g Fettmasse ausreichend. Bei einer Erhöhung der Menge sollte man bedenken, dass ätherische Öle die Haut reizen können.
Das Anbringen des Dochtes verlangt etwas Fingerspitzengefühl. Ich habe den Docht kurz in die flüssige Fettmasse getaucht und glattgestrichen, dass er steif wird.
Als Behältnis habe ich ein kleines Glas mit Schraubverschluss genommen, das kann nach der Verwendung wieder verschlossen und bis zum nächsten Gebrauch kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Anwendung
Die Massagekerze wird ungefähr 15 Minuten vor der Anwendung angezündet. Schon jetzt setzt sich der Duft der ätherischen Öle frei und wirkt auf die Psyche ein. Dann wird der Docht gelöscht und man lässt die geschmolzenen Öle in die Hand fließen. Mit sanften, kreisenden Bewegungen werden die flüssigen Öle in die Haut einmassiert. Das wärmende Gefühl entspannt und das Einatmen der ätherischen Öle hilft den Kopf frei zu bekommen. Die hochwertigen Öle pflegen die Haut zudem nachhaltig und hinterlassen ein fantastisches Hautgefühl.
Viel Spaß bei der Herstellung und bei der Anwendung!

Freitag, 17. Dezember 2010

Alantwurzel


Im Herbst habe ich die Wurzeln mehrerer Pflanzen gestochen, da sich der Alant in meinem Garten sehr gut vermehrt und eine stattliche Höhe von gut zwei Metern erreicht. Jetzt sind die Tage so trübe, kurz und dunkel, dass es Zeit wird Räucherwerk aus meinem getrockneten Alant zu machen. Alant symbolisiert die Kraft der Sonne und um die Zeit der Wintersonnenwende hilft eine Alanträucherung gegen traurige Gedanken und Melancholie.