Montag, 20. März 2017

Veganer Honig aus frischem Rosmarin

Auf der Basis des Rezeptes für  Fichtenspitzenhonig stelle ich zwischenzeitlich einige vegane Alternativen aus Kräutern und Blüten zu Bienenhonig her. Heute möchte ich euch diesen herzhaft, würzigen Rosmarinhonig vorstellen. Welcher Zucker dabei verwendet wird ist übrigens irrelevant. Es spielt keine Rolle, ob es sich um Fructose, Traubenzucker, Rohrzucker oder gewöhnlichen Haushaltszucker handelt. Die Sorte kann jeder selbst festlegen. Ich empfehle diesen Artikel, der begleitend zu einer interessanten Sendung des Norddeutschen Rundfunks hier nachgelesen werden kann. 

Rezept für einen veganen Honig aus Rosmarinzweigen

Zutaten 

  • 1 Litermaß frische Rosmarinzweige 
  • 1 l Wasser 750 g Zucker 
  • 1 Bio-Zitrone 

Zubereitung 

Rosmarinzweige grob zerkleinern und mit der klein geschnittenen Zitrone in einem Liter Wasser aufkochen. Den Topf mit dem Deckel schließen und bei kleiner Hitzezufuhr noch etwa eine Stunde ziehen lassen. Den Sud zur Seite stellen und für einige Stunden abkühlen lassen. Dann durch ein Tuch abseihen und dabei die weich gekochten Spitzen ausdrücken. Der so entstandene aromatische Sud wird abmessen und mit Wasser zu einem Liter Flüssigkeitsmenge ergänzen. Dieser wird nun zusammen mit dem Zucker in einem hohen Topf auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren eingekocht. Nach etwa einer Stunde Kochzeit reduziert sich die Flüssigkeit und der Saft wird schön dickflüssig. Eine „Gelierprobe“ ist hilfreich, wenn man sich unsicher ist, ob der Rosmarinhonig schon dickt genug ist. Der noch heiße Honig kann jetzt in saubere Gläser abfüllt werden, die für eine Viertelstunde auf den Kopf gestellt werden sollten. 
Der Rosmarinhonig kann als Brotaufstrich gegessen werden oder passt hervorragend zu Pfannkuchen. Am liebsten verwenden wir ihn für die Marinade von veganen Rosmarin-Honig-Ofenkartoffeln.

Freitag, 17. März 2017

Honig-Mandel-Duschpeeling mit Birkenknospenextrakt



Die letzten Tage waren frostfrei und trocken. Jetzt wird es Zeit frisches Birkenreisig für einen neuen Besen zu holen. Viele Bäume haben im Winter dicke Äste verloren, an denen ich das Reisig abschneiden kann. Die Herstellung eines solchen Besens ist relativ einfach, es gibt dazu sogar eine Anleitung auf Youtube. Ich hatte mir vor vielen Jahren einen bei einem Besenmacher gekauft, den ich jetzt immer wieder mit frischem Birkenreisig versehe. Die Besen sind nicht nur nützliche, praktische Helfern, sondern sehen auch sehr dekorativ aus. 



Bei dieser Gelegenheit prüfe ich, wann ich mit dem Austrieb der Birken rechnen kann, denn die Knospen sind zu Beginn ihrer Wachstumsphase besonders reich an Wirkstoffen. Da es hier auf der kalten Alb noch gut 4 Wochen bis zu Ernte dauert, verbrauche ich den verbliebenen Birkenknospen-Extrakt vom letzten Jahr, um damit ein durchblutungsförderndes Duschpeeling herzustellen.

Rezept für die Herstellung eines Birkenknospen-Extrakts

Für die Herstellung dieses Extraktes wähle ich eine Kombination aus Alkohol und pflanzlichem Glycerin. Glycerin bindet die Feuchtigkeit, die aus den tiefer gelegenen Hautschichten an die Oberfläche gelangt und verhindert so das Austrocknen der Haut. So wird die hauteigene Barrierefunktion stabilisiert und die Elastizität der Haut erhöht. In Kosmetikprodukten unterstützt Glycerin die Emulgierfähigkeit der Lotion und verbessert die Konsistenz. 

Zutaten 

Zubereitung 

Die Birkenknospen können ab März geerntet werden. Sie sollten noch am gleichen Tag verarbeitet werden. Die frischen Knospen in ein verschließbares Glas füllen, so dass dieses etwa zu einem Drittel gefüllt ist. Jetzt werden die Pflanzenteile mit hochprozentigem Alkohol und Glycerin übergossen, so dass das Glas voll ist und sie gut bedeckt sind. Das verschlossene Glas 2 bis 6 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen. Dann durch ein feines Sieb und nochmals durch einen Kaffeefilter filtern, so dass keine Pflanzenreste im fertigen Extrakt verbleiben. Schließlich in eine dunkle Flasche füllen und beschriften. 

 

Honig-Mandel-Duschpeeling 

Zutaten Fettphase 

 Zutaten Wasserphase 

  • 100 g destilliertes Wasser 
  • 1 Esslöffel Honig 

Zutaten Feuchtigkeitsspender und Tenside

  • 10 g Birkenknospenextrakt 
  • 40 g Betain 

Zutaten Wirkstoffe

Zubereitung 

Mandelöl und Emulsan in einem Becherglas zur Fettphase schmelzen. Vom Herd nehmen und die Sheabutter darin aufschmelzen. Destilliertes Wasser leicht erwärmen und Honig darin auflösen. Betain und Birkenknospenextrakt in einem dritten Glas mischen und sanft auf circa 40 Grad erwärmen. Wasserphase in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Fettphase einfließen lassen. Nun das Betain-Birkenextrakt-Gemisch in einem dünnen Strahl einfließen lassen. Die ätherischen Öle sowie die gemahlenen Mandeln einarbeiten und rühren bis eine stabile Emulsion entstanden ist. 
Für die Wasserphase kann auch ein Aufguss aus destilliertem Wasser und frischen oder getrockneten Birkenblättern verwendet werden. 

Anwendung 

Das glättende Duschpeeling sollte einmal pro Woche angewendet werden. Es wird gründlich mit kreisenden Bewegungen in die Haut einmassiert und mit klarem Wasser abgespült. So wird die Haut porentief gereinigt und überschüssigen Talg sowie abgestorbene Hautzellen entfernt. Die Haut fühlt sich nach der Anwendung glatt und geschmeidig an und ist gut durchblutet. Bei regelmäßiger Anwendung zeigt sich eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

Sonntag, 12. März 2017

Brennnesseln - die ersten Frühjahrskräuter


Es scheint, als wollte sich der Winter noch nicht verabschieden. In den frühen Morgenstunden liegt immer etwas Schnee und bedeckt die ersten Frühblüher. Zu meiner Freude konnte ich rund um meinen Kompost schon etliche frische Brennnesselblätter entdecken. Sie läuten die Kräutersaison ein und bereichern nicht nur die Ernährung, sondern sind auch eine wunderbare Zutat für die Naturkosmetik. 
Heute möchte ich eine wohlschmeckende Suppe vorstellen, die schnell zubereitet und sehr gesund ist. Nach der Suppe lieben wir Süßspeisen wie zum Beispiel die Rohrnudeln. Die beiden Gerichte ergeben eine gesunde, preiswerte Mahlzeit ohne vorgefertigte Industrieprodukte. 
An dieser Stelle möchte ich das Buch von Gabriele Leonie Bräutigam über Brennnesseln empfehlen. Das inspirierende Buch enthält alle wichtigen Informationen und eine umfangreiche Rezeptsammlung über die Brennnessel. 


Vegane Brennnessel-Lauch-Suppe 

Zutaten 

  • 3 bis 4 Lauchstangen 
  • 5 bis 6 mittelgroße Kartoffeln 
  • 250 g Hafercuisine 
  • 15 bis 20 junge Brennnesselblätter 
  • 500 g Gemüsebrühe 
  • Sonnenblumenöl zum Anbraten 

Zubereitung 

Den Lauch putzen, in feine Ringe schneiden und in etwas Sonnenblumenöl leicht anbraten. Brennnesselblätter waschen, trocken tupfen und mit dem Lauch kurz anbraten. Kartoffeln schälen und klein schneiden. Mit Gemüsebrühe aufgießen und Kartoffeln zugeben. Im geschlossenen Topf für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Vom Herd nehmen und Hafercuisine einrühren. Die Suppe kann auch püriert werden, wir mögen sie lieber „stückig“. 



Rohrnudeln in der Pfitzauf-Form 

Zutaten 

  • 350 g Mehl 
  • ½ Würfel Hefe 
  • 1 Ei 
  • 150 g lauwarme Milch 
  • 50 g Zucker 
  • 60 g Butter für den Teig 
  • 1 Prise Salz 
  • 20 g Butter für die Form 

Zubereitung 

Ich bevorzuge frische Hefe und lasse die in einem Vorteig angehen. 
Die Milch in einem kleinen Topf erwärmen und die 60 g Butter darin zerlassen. 
Das gesamte Mehl in die Rührschüssel sieben, in der Mitte eine Grube machen und die Hefe hineinbröseln. Etwas von der warmen Milch mit der zerlassenen Butter über die Hefe schütten. Dann noch 2 Esslöffel Zucker dazu, etwas umrühren und schon ist der Vorteig fertig. Der wird nun für 15 Minuten an einem warmen Ort gehen gelassen, bis er kleine Bläschen bildet. 
Dann werden das Ei, der restliche Zucker und die Prise Salz zugegeben und der Teig nochmal kräftig geknetet, bis er geschmeidig ist und sich leicht von der Rührschüssel löst.
Von diesem Teig forme ich gleichgroße Kugeln und setze diese in die gebutterte Pfitzauf-Form. 
Jetzt können die Rohrnudeln an einem warmen Platz für gut eine Stunde aufgehen, bevor sie im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) für 20 Minuten gebacken werden. 
Wir lieben die Rohrnudeln warm mit Vanillesoße und selbstgemachtem Kompott.

Montag, 6. März 2017

Strahlendes Weiß durch Wäscheblau

Auf einem Flohmarkt entdeckte ich einen Lagerbestand eines aufgelösten „Tante-Emma-Ladens“. Darunter war auch eine Schachtel voller kleiner Tüten mit Wäscheblau. Der Verkäufer klärte mich dann über die Verwendung auf. Ich bin heute noch froh, dass ich die ganze Schachtel gekauft habe, denn der Preis war lächerlich und die Ausbeute reicht noch für Jahre. Zwischenzeitlich habe ich festgestellt, dass Wäscheblau wieder für den Endverbraucher verkauft wird. Das Verpackungsdesign ist dem historischen Vorbild ähnlich. Wäscheblau ist das mineralische Pigment Ultramarin, das die Gegenfarbe zum „Gilb“ ist. Ultramarin absorbiert ultraviolettes Licht und gibt es als sichtbares Licht wieder ab. Das Ergebnis ist strahlend weiße Wäsche. Übrigens werden industriell hergestellten Weißwaschmitteln verschiedene chemische optische Aufheller zugefügt. 
Die Auswahl der ätherischen Öle im nachfolgenden Rezept ist selbstverständlich optional. Zum Spezialsalz für Spülmaschinen möchte ich noch anmerken, dass dieses reines Natriumchlorid ist, also Kochsalz ohne Calciumcarbonat als Rieselhilfe. 


Rezept für ein ökologisches Weiß-Waschmittel

Zutaten 

Zubereitung 

Das Wasser auf ungefähr 50 Grad erwärmen und die Zitronensäure darin auflösen. Speisenatron, Waschsoda, Spezialsalz und Wäscheblau mischen und im warmen Wasser auflösen. Zum Schluss das Betain unterrühren und die ätherischen Öle eintropfen. Ungefähr 25 bis 40 g des Waschmittels in das dafür vorgesehene Fach einfüllen. Ich habe immer ein Portionierglas neben der Waschmaschine stehen, das erleichtert mir das Abmessen. Dieses Waschmittel wäscht nicht nur Weißwäsche wie neu, sondern verleiht Gardinen ein strahlendes Weiß und herrlichen Duft.

Dienstag, 21. Februar 2017

Entzündungshemmende Zugsalbe

Auf dem Flohmarkt halte ich immer Ausschau nach alten Apotheken-Gefäßen. Einige sehr schöne Exemplare konnte ich schon finden, die ich dann mit Kräutern, Salben oder Rohstoffen befülle. Oft ist noch die alte Aufschrift zu erkennen und daraus kann ich dann schließen, ob das Gefäß wegen eventueller Rückstände nur zur Dekoration taugt. Auf einem sehr schönen Porzellangefäß war die Aufschrift „Ichthyol“ gedruckt. Da ich mir unter dieser Bezeichnung nichts vorstellen konnte, begann ich zu recherchieren. Meine Überraschung war groß, als ich las, dass sich um Gesteinsöl handelt, das durch Destillation aus Schiefer gewonnen wird. Bislang wusste ich nur, dass dieses Öl nur als Brennstoff verwendet wurde und vor allem in der Grube Messel gewonnen wurde. Der schwarze Ölschiefer kommt am Rande der Schwäbischen Alb vor und birgt einzigartige Fossilien, die ich schon als Kind eifrig gesammelt habe. 
Nun fand ich heraus, dass das Öl aus diesem wunderbaren Gestein den Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat enthält. Das verbirgt sich also hinter der Aufschrift auf dem Gefäß: eine Zutat für eine entzündungshemmende Salbe. Diesen Wirkstoff (Firma Caelo PZN 10206381) habe ich dann in der Apotheke bestellt, um damit einige Rezepturen zusammenzustellen. 

Es stellt sich nun die Frage, warum ich die Creme bzw. Salbe selbst herstelle. Es gibt sehr wirkungsvolle Kaufprodukte, die jedoch alle Paraffine, Vaseline und Petrolate als Inhaltsstoffe haben. Selbst die „grüne Zugsalbe“, die damit wirbt rein pflanzliche Wirkstoffe zu enthalten. Auf den Wirkstoff Lärchenterpentin mag das auch zutreffen, jedoch nicht auf die sonstigen Zutaten. Ich habe für die nachfolgenden Rezepte neben dem Wirkstoff wertvolle Pflanzenöle gewählt, welche die Regeneration der Haut unterstützen und diese pflegen. 

Sehr überzeugt hat dann die schwarze Salbe gegen entzündliche Pickel, Furunkel und Nagelbettentzündungen. Sie riecht zwar streng nach frisch geteerter Straße, wirkt jedoch schnell schmerz- und juckreizlindernd, lässt die Eiterherde schnell abklingen und beugt neuen vor. Zugsalbe sollte auf keinen Fall in die Augen gelangen oder mit Schleimhäuten in Kontakt kommen!


Rezept für eine Zugsalbe gegen Pickel und Akne 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

Zutaten Wirkstoffphase 

Zubereitung 

Lanolin, Emulsan und Ammoniumbituminosulfonat sanft aufschmelzen. Vom Herd nehmen und das Kokosnussöl einrühren. Lavendelwasser leicht erwärmen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis Handwärme erreicht ist. Danach das ätherische Öl eintropfen. 

Anwendung  

Nach der Reinigung wird die Creme dick auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Sie sollte nicht großflächig aufgetragen werden, sondern immer nur lokal, dort wo der Eiter entzogen werden soll. Da die schwarze Creme stark abfärbt, empfiehlt es sich, diese am Abend aufzutragen und eventuell mit einem Pflaster zu überkleben. Schon nach wenigen Behandlungen tritt eine Besserung ein, da das Ammoniumbituminosulfonat desinfizierend und hauterweichend wirkt. Dies begünstigt das Ausfließen der Eiterherde an den verstopften und entzündeten Ausführungsgänge der Talgdrüsen. Die Wirkung wird durch die antibakteriellen und hautberuhigenden Eigenschaften des Lavendels unterstützt. 
Diese Creme kann auch gegen Rasurpickel aufgetragen werden.
 

Rezept für eine Zugsalbe gegen Nagelbettentzündungen

Zutaten 

Zubereitung 

Alle Zutaten sanft schmelzen, vom Herd nehmen und  das ätherische Öl eintropfen lassen. Sofort in einen gut gereinigten Tiegel füllen und erkalten lassen. 

Anwendung 

Vor der Anwendung empfiehlt sich ein Fuß-bzw. Handbad in Kamillensud. Die Salbe wird dick auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Da sie stark abfärbt, empfiehlt es sich nach der Behandlung Baumwollhandschuhe bzw. Socken zu tragen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Stimmungsaufhellende Massagekerzen


Der Februar zeigt sich grau, dunkel und eisig kalt. Für diese Jahreszeit halte ich einige stimmungsaufhellende Massagekerzen bereit, die ich seit vielen Jahren nach meinem bewährten Rezept herstelle. Bereits beim Entzünden der Massagekerze verbreitet sich ein wohliger Geruch und die anschließende Massage sorgt für angenehme Entspannung. 

Rezept Lavendel-Massagekerzen 

Zutaten 

Zubereitung 

Jojobaöl und Mandelöl sanft erhitzen und klar aufschmelzen. Vom Herd nehmen und die Kakaobutter sowie das Kokosnussöl einrühren. Danach das ätherische Öl eintropfen und untermengen. Den zugeschnittenen Baumwolldocht in das vorbereitete Schraubglas stellen und festhalten, während die Fettmasse vorsichtig eingefüllt wird. Der Schmelzpunkt der gewählten Öle ist so niedrig, dass man sich während der Massage nicht verbrennen kann. Jojobaöl ist ein flüssiges Wachs, das bereits bei einer Temperatur um 10 Grad fest wird und sich aber bei höheren Temperaturen ohne Qualitätseinbußen wieder verflüssigt. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Hautverträglichkeit aus, zieht sehr gut ein und macht die Haut geschmeidig. Das hier vorgestellte Rezept enthält Kakaobutter. Diese kann aber durch Sheabutter oder Mangobutter ersetzt werden. Ich verwende kein Bienenwachs mehr. Nicht nur, weil es relativ schwer auf der Haut aufliegt, sondern weil der hohe Schmelzpunkt von 65 Grad Fall nicht mehr angenehm warm ist.  
Grundsätzlich ist die Wahl der ätherischen Öle Geschmackssache und sollte darauf abgestimmt werden, welchen Effekt man erzielen möchte. Mir erscheint die Einsatzmenge von 20 Tropfen auf 35 g Fettmasse ausreichend. Bei einer Erhöhung der Menge sollte man bedenken, dass ätherische Öle die Haut reizen können. 
Das Anbringen des Dochtes verlangt etwas Fingerspitzengefühl. Ich habe den Docht kurz in die flüssige Fettmasse getaucht und glattgestrichen, dass er steif wird. Es ist auch möglich, den Docht mit einer Wäscheklammer zu fixieren. 
Als Behältnis habe ich ein kleines Glas mit Schraubverschluss genommen, das kann nach der Verwendung wieder verschlossen und bis zum nächsten Gebrauch kühl und dunkel aufbewahrt werden. 


Anwendung 

Die Massagekerze wird ungefähr 15 Minuten vor der Anwendung angezündet. Schon jetzt setzt sich der Duft der ätherischen Öle frei und wirkt auf die Psyche ein. Dann wird der Docht gelöscht und man lässt die geschmolzenen Öle in die Hand fließen. Mit sanften, kreisenden Bewegungen werden die flüssigen Öle in die Haut einmassiert. Das wärmende Gefühl entspannt und das Einatmen der ätherischen Öle hilft den Kopf frei zu bekommen. Die hochwertigen Öle pflegen die Haut zudem nachhaltig und hinterlassen ein fantastisches Hautgefühl.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Sanddorn, Hamamelis und Honig zur intensiven Pflege trockener Haut




Jetzt im Winter, noch bevor die Knospen sich öffnen, blüht der Hamamelisstrauch. Die entzündungshemmenden und gewebefestigenden Eigenschaften machen das Hydrolat aus der Rinde des Strauches zu einer wirkungsvollen Kosmetikzutat. Die gelben Blüten inspirierten mich zu dem nachfolgenden Rezept. Als passende Ergänzung zur Pflege von trockener Winterhaut erschienen mir Sanddorn und Honig. 
Diese Creme vereinigt die beiden wertvollen Öle des Sanddorns. Für den typischen, fruchtigen Geruch sorgt das Fruchtfleischöl. Es macht die Creme nicht nur ansprechend appetitlich, sondern beruhigt und schützt die Haut. Die Pflege wird durch das nährende Kernöl ergänzt. Die Fettsäuren dieses hochwertigen Öles sind zu 60 % mehrfach ungesättigt. Zudem hat es einen sehr hohen Gehalt an Linol- und Linolensäure, die ähnlich den Lipiden der oberen Hautschichten sind. Die Lipide wiederum bilden eine Schutzbarriere und schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Sanddorn-Creme eignet sich daher zur intensiven Pflege trockener, rissiger, juckender oder irritierter Haut. Sie wirkt den Hautalterungsprozess entgegen und zaubert einen rosig-frischen Teint.



Rezept Sanddorn-Honig-Creme 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

Zubereitung 

Die Zutaten der Fettphase mit Ausnahme der Kakaobutter sanft erwärmen, bis diese klar geschmolzen ist. Danach die Fettphase vom Herd nehmen und die Kakaobutter dazugeben. Honig im erwärmten Hamameliswasser auflösen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Mit dem Spatel rühren bis eine stabile Emulsion entsteht.